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Siegesserien zum Auftakt der Travemünder Woche

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Sonne, Hitze, eine angenehme, leicht pendelnde Brise: Zum Auftakt der Travemünder Woche im 130. Jahr knüpften die Bedingungen an das Karibik-Feeling von 2018 an. In den fünf Wettbewerben auf den Dreiecksbahnen konnte schnell gearbeitet werden. Nach zwei Rennen durften die Akteure noch die Sonne genießen und konnten den Segeltag nach dem Blick auf die Ergebnisliste verarbeiten, bevor am Abend eine Sturmfront über Travemünde hinwegfegte.

505er

Bei den „Fiven“ brachte das ausgehängte Resultat an Land für die amtierenden Deutschen Meister Jan-Philipp Hofmann/Felix Brockerhoff (Düsseldorf) eine angenehme Überraschung mit sich. Nach dem Sieg zum Auftakt waren sie in der zweiten Wettfahrt „nur“ Zweite im Ziel. Doch das Ergebnis auf Papier sah sie doch vorn, da Timon Treichel/Morten Roos (Düsseldorf) eine Frühstart-Disqualifikation kassierten. „Das war für uns glücklich. Denn der Vorteil, den sie durch den Frühstart hatten, war nicht so groß. Sie hatten das Ergebnis eigentlich sauber rausgesegelt“, berichtete Jan-Philipp Hofmann. In der ersten Wettfahrt bestand am Sieg von Hofmann/Brockerhoff indes kein Zweifel. „Ab Mitte des Rennens konnten wir auf Verteidigung umschalten“, so Hofmann, und Brockerhoff ergänzte: „Im zweiten Rennen hatten wir nur einen mäßigen Start. Aber als der Wind zunahm, haben wir am schnellsten im Trimm umgeschaltet und hatten 10 bis 15 Prozent mehr Speed als die Boote um uns herum.“ Das Düsseldorfer Duo strebt vor Travemünde den dritten deutschen Titel in Folge an. Allerdings ist es für die 505er in diesem Jahr nur eine deutsche Bestenermittlung, da die Meldezahl für eine offizielle Deutsche Meisterschaft nicht ausreichte. „Für uns fühlt es sich trotzdem an wie eine Deutsche Meisterschaft. Dass es nicht offziell ist, ist nicht so wichtig“, so Brockerhoff. Ein Wermutstropfen ist allerdings dabei. Mit Wolfgang Hunger/Holger Jess sind die Kieler-Woche-Sieger nicht mit am Start. „Schade, dass sie sich vor der Deutschen Meisterschaft zum wiederholten Mal drücken und dass sie die Klasse aus persönlichen Gründen im Stich lassen“, so die derzeit Führenden des Titelkampfes, die das Feld vor der Bodensee-Crew Frederik Schaal/Felix Diesch und dem Klassenpräsidenten Alexander Holzapfel mit Stefan Worm anführen.

Finn-Dinghy

Im Feld der Finns segelt Phillip Kasüske souverän an der Spitze. Der Berliner bildet als Nationamannschaftssegler gegenüber der deutschen Konkurrenz eine eigene Liga. „Der Finn wird schon sehr physisch gesegelt. Da merkt man schnell einen Unterschied, wenn man ständig im Training ist oder wie die meisten anderen nur hobbymäßig segelt. Vor allem Vormwind habe ich einen großen Geschwindigkeitsvorteil“, so der Sportsoldat. Dazu kam, dass er im pendelnden Wind zweimal die Windkante optimal erwischte. „Ich bin nach dem Start jeweils links raus, bis der Wind nach links drehte und ich die Tonne direkt anliegen konnte.“ Die ablandige Brise auf der Bahn sorgte für durchaus anspruchsvolle Bedingungen. „Es waren leichte Dreher und Böen drin, aber nichts Radikales. So wie ich es von Kiel her kenne.“ Hinter dem zweimal siegreichen Kasüske folgte Nicolaus Schmidt (Hamburg) mit zwei zweiten Plätzen vor Uli Breuer.

Laser Standard, Laser Radial und Trias

Was Phillip Kasüske im Finn ist Leonard Stock bei den Laser Standard. Der junge Hamburger spielte seinen guten Trainingszustand voll aus und legte mit drei Siegen in Folge einen starken Start hin. Im kleinen Feld der Laser Radial liegt Alexandra Behrens (Hamburg) unangefochten an der Spitze. Ebenfalls sehr überschaubar ist das Feld der Trias, an deren Spitze Mathias Strang (Rursee) steht.

Trave Race

Den Showwettkampf auf der Trave der Finn-Dinghys gewann am Abend Nicolaus Schmidt aus Berlin, der sich nach Rang drei in seinem Vorlauf im Finale gegen Kai Schrader (Hamburg) durchsetzte.

(Quelle: TW)

www.unserort.de/Luebeck

Ort
Veröffentlicht
20. Juli 2019, 17:36
Autor
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