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Im Blickpunkt: Lüneburger SK Hansa

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Es hat sich einiges getan beim Lüneburger SK Hansa. Nachdem der Klassenerhalt erst in der Relegation gegen Eintracht Northeim gesichert werden konnte, zog der Klub aus der Hansestadt nicht nur in ein neues Stadion, sondern auch mit einem neuen Cheftrainer in die laufende Spielzeit. Mit dem Jahn-Stadion in Neetze wird der VfB Lübeck die dritte Heimspielstätte der Lüneburger seit dem gemeinsamen Aufstieg im Jahr 2014 kennenlernen dürfen. Dort schickt Qendrim Xhafolli seine Mannen seit Beginn der Spielzeit 2019/20 aufs Feld und will mit einer jungen Mannschaft den positiven Trend der Hinrunde bestätigen.

Lehrmeister übergibt an Trainer-Talent

Der 31-jährige Xhafolli hat nach wie vor einen guten Lehrmeister. Knapp eineinhalb Jahre fungierte er unter dem erfahrenen Rainer Zobel als Co-Trainer und sammelte wichtige Erfahrungen. Als er Anfang Juli in die Fußstapfen des ehemaligen Bayern-Spielers trat, schätze er sich wie der gesamte Verein glücklich, dass Zobel als Teamchef an Bord blieb. Die Wertschätzung beruht jedoch offenbar auf Gegenseitigkeit, da der 71-jährige Globetrotter seinen Nachfolger als „großes Trainer-Talent“ bezeichnete und ausführte: „Er kennt sich unglaublich gut auf dem Spielermarkt aus und empfiehlt mir immer wieder hervorragende Fußballer, sodass ich nur noch auswählen muss.“ So kam es im Sommer zu einem Umbruch im Kader, der gezielt und vor allem offensiv verstärkt wurde. Als Volltreffer im wahrsten Sinne des Wortes entpuppte sich der 24-jährige Thorben Deters. Der Offensivspieler, der beim SV Meppen ausgebildet worden ist und den es im Sommer nach einem halben Jahr bei Fortuna Düsseldorf II in die Hansestadt verschlagen hat, ist mit neun Treffern aktuell der Top-Torjäger an der Ilmenau. Für die weiteren Torerfolge waren mit Can Düzel, Jonas Seidel und Fabian Istefo ebenfalls vorrangig talentierte Neuzugänge verantwortlich. Das Gerüst der Mannschaft besteht aus den erfahrenen und teils altgedienten Stammspielern Stefan Wolk, Kapitän Lukas Pägelow, Torwart Ole Springer und dem Ex-Lübecker Tomek Pauer.

Drittes Gastspiel nach Stadion-Abriss

Diese treuen und bewährten Akteure werden nach dem Umzug in das Jahn-Stadion in Neetze bereits das dritte oder gar vierte neue Stadion ihre Heimat nennen dürfen. Das altehrwürdige Stadion am Wilschenbruch hatte nur noch Stefan Wolk erlebt.

Nach dem Abriss kickten die Spieler dann drei Jahre lang auf der Anlage des TSV Bardowick. Anschließend wurde der Spielbetrieb auf der Sportanlage Sülzwiesen fortgesetzt, wo immerhin zwei Jahre lang Regionalliga-Fußball geboten werden konnte. Nun wurde also das 1.500 Zuschauer fassende Jahn-Stadion in Neetze bezogen, das unter hohem Aufwand und einigen Kraftanstrengungen regionalligatauglich gemacht werden musste. Geplant ist, im Jahr 2021 endlich eine neue feste Spielstätte zu erhalten, sofern der lang ersehnte Stadionneubau bis dahin abgeschlossen ist.

Zwischenhoch unterstreicht positiven Trend

Um im neuen Wohnzimmer weiterhin Regionalliga-Fußball zu genießen, bedarf es in dieser und der folgenden Spielzeit des Klassenerhalts. Nach dem schwachen Start in die Saison wären Zweifel an der Sicherung der Klassenzugehörigkeit durchaus angebracht gewesen; auch wenn die Niederlagen gegen Werder Bremen II (0:1) und unseren VfB Lübeck (0:2) gegen zwei deutlich höher ambitionierte Teams zustande gekommen waren.

Die erste Standortbestimmung gegen den 1. FC Eintracht Norderstedt, die wegen eines Unwetters beim Spielstand von 1:0 abgebrochen werden musste, ergab im Nachholspiel ein 1:1-Unentschieden. Doch schon bald sollte sich die Lage deutlich positiver darstellen.

Nach einer Serie ohne Niederlage, die Ende August mit einem 5:3 gegen den SSV Jeddeloh II begonnen und einen Monat später mit einem 0:3 gegen Wolfsburg II geendet hatte, standen die Lüneburger zeitweise im oberen Tabellendrittel. Die Entwicklung der überwiegend jungen Truppe unter ihrem neuen Cheftrainer war bis dahin positiv zu bewerten.

Trotz des 2:1-Erfolges gegen den Hannoverschen SC trübte der Oktober die Stimmung merklich; schließlich bedeuteten die Niederlagen gegen den SC Weiche Flensburg 08, den BSV Rehden und den VfB Oldenburg den Sturz in die untere Tabellenhälfte. Obendrein folgte das Ausscheiden im Viertelfinale des Niedersachsenpokals gegen den Ligakonkurrenten TSV Havelse im Elfmeterschießen. Zuletzt gab es eine 0:1-Niederlage in Norderstedt, die die Stimmung bei Teamchef Rainer Zobel reichlich verhagelte.

Kein Sieg gegen den VfB Lübeck

Ein Blick in die Statistik lässt kaum Hoffnung auf Besserung zu. In den vergangenen elf Duellen, die sich der Lüneburger SK Hansa und der VfB Lübeck seit dem gemeinsamen Aufstieg 2014 geliefert haben, konnten die Niedersachsen den Platz noch nie als Sieger verlassen. Fünf Remis und sechs grün-weiße Erfolge stehen in den Büchern, darunter der bereits erwähnte 2:0-Hinspieltriumpf auf der Lohmühle durch die Tore von Tommy Gruppe und Patrick Hobsch.

Der Ausflug nach Neetze wird nichtsdestotrotz eine Herausforderung für den VfB Lübeck werden. Zum einen haben die Burschen von Rolf Landerl nach den jüngsten Auswärtsauftritten einiges gutzumachen, zum anderen hat sich unter Qendrim Xhafolli seit Saisonbeginn einiges in Lüneburg getan.

(Quelle: VfB Lübeck)

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Ort
Veröffentlicht
22. November 2019, 17:04
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