Sag uns, was los ist:

  • 0Likes
  • 0Shares

Im Blickpunkt: Eintracht Norderstedt

whatsapp shareWhatsApp

Es ist eine besondere Situation in Norderstedt, die man sonst nicht so häufig in der Regionalliga Nord antrifft: Im Edmund-Plambeck-Stadion haben mittlerweile zwei Trainer das Sagen. Jens Martens und Olufemi Smith agieren dort als gleichberechtigtes Trainer-Gespann, das nach dem gesicherten Klassenerhalt in der vergangenen Spielzeit mit einer verstärkten, jedoch zugleich veränderten Mannschaft arbeitet. Die bisherige Saison verlief durchwachsen und ist mit sechs Siegen, sechs Niederlagen und einem Unentschieden ausgeglichen, Tendenz steigend. Denn: Die letzten beiden Auswärtspartien beim SV Werder Bremen II (3:1) und TSV Havelse (1:0) konnten jedoch gewonnen werden. Am Sonntag ist der VfB nun bei der Eintracht zu Gast. Anstoß ist um 14 Uhr.

Nach einem guten Start folgten vier Niederlagen

Die Norderstedter waren hervorragend in ihre siebte aufeinanderfolgende Regionalliga-Spielzeit gestartet. Gegen die Aufsteiger Altona 93 (5:2) und Heider SV (6:1) waren deutliche Erfolge gelungen, die ergänzt durch das 1:1-Unentschieden gegen den Lüneburger SK Hansa zum 3. Platz führten. Nachdem der Klassenverbleib in der letzten Saison erst spät hatte gesichert werden können, war dies ein überzeugendes Zwischenresultat. Doch die folgenden vier Niederlagen am Stück gegen den FC St. Pauli II, Holstein Kiel II, VfL Wolfsburg II und den SC Weiche Flensburg 08 relativierten die Leistungsstärke dieser sich im Umbruch befindenden Mannschaft. Umso bemerkenswerter allerdings war die Reaktion gewesen, die die Spieler des Trainergespanns Martens/Smith hiernach zeigen sollten. In den Heimspielen gegen den BSV Rehden und den Hannoverschen SC konnten die drei Punkte zu Hause behalten werden. Durch die anschließenden Niederlagen gegen den VfB Oldenburg und den Hamburger SV II fand sich das Team kurzzeitig in der unteren Tabellenhälfte wieder. Bei der zweiten Mannschaft vom SV Werder Bremen sprang dann ein 3:1-Auswärtserfolg heraus, der die teils schwankenden Leistungen noch einmal unterstrich. Zuletzt gelang ein Last-Minute-Sieg in Havelse, so dass aktuell ein zufriedenstellender achter Tabellenplatz mit 19 Punkten steht.

Torjäger gehen, Trainer bleiben

Der runderneuerte Kader scheint ein Faktor für diese Schwankungen zu sein. Die Abgänge von Sinisa Veselinovic (insgesamt zwölf Treffer in der vergangenen Saison), Vico Meien (fünf Tore) und Felix Drinkuth, den es nach 14 überragenden Torerfolgen bereits im Januar 2019 zum SC Paderborn verschlagen hatte, schmerzten sehr.

Dafür übernehmen nun andere mehr Verantwortung; wie etwa Nick Brisevac, der mit bislang sechs erzielten Treffern auf sich aufmerksam machen konnte. Damit hat der offensive Mittelfeldspieler bereits seine drei Tor-Erfolge aus der letzten Saison übertroffen. Neuzugang Michael Kobert, der vom Lüneburger SK Hansa gekommen ist, sowie Evans Nyarko haben bisher mit jeweils drei Toren überzeugen können und gehören neben Torwart Lars Huxsohl, Innenverteidiger Yannik Nuxoll und Außenspieler Rico Bork zu den Stammkräften unter den insgesamt 13 Neuen. Diese zu integrieren und zu einer verschworenen Einheit zu formen, sind die beiden zu meisternden Aufgaben von Jens Martens und Olufemi Smith. Nachdem Dirk Heyne im April 2019 nach zweieinhalb Jahren erfolgreicher Arbeit seinen Hut nehmen musste, übernahm der damalige U19-Trainer und ehemaliger Spieler des VfB (130 Pflichtspiele, 11 Tore) Jens Martens den (Doppel-)Job. Da er seine „Jungs in dieser entscheidenden Phase der Saison nicht im Stich lassen“ wollte, übernahm er bis zum Ende der Runde für beide Mannschaften die Verantwortung. Und das mit vollem Erfolg: Sowohl mit den A-Junioren als auch mit der Herren-Regionalliga-Mannschaft sicherte sich Martens den Klassenerhalt und bestätigte damit die geplante weitere Zusammenarbeit.

Bereits damals stand Olufemi Smith an seiner Seite, der zuvor beim SC Condor Hamburg das Traineramt bekleidet hatte. Im Sommer hat Smith die für die Regionalliga Nord benötigte A-Lizenz erworben und wird somit nunmehr als gleichberechtigter Trainer gelistet. An der Zusammenarbeit der zwei Übungsleiter ändert das nichts, wie Smith gegenüber der FussiFreunde sagte: „An der alltäglichen Arbeit hat sich grundsätzlich gar nichts geändert. Wir sind ein Trainerteam, was wir vorher auch schon waren.“

Zu diesem Team zählt auch weiterhin der ehemalige Spieler Jan-Philipp Rose, der als Co-Trainer unterstützend wirkt.

Minimaler Vorteil in der Bilanz für den VfB

In den vergangenen zehn Duellen, die es zwischen Eintracht Norderstedt und dem VfB Lübeck seit der Saison 2014/15 gegeben hat, haben die Grün-Weißen viermal die Oberhand behalten können; darunter auch beim letzten Aufeinandertreffen im Februar dieses Jahres (2:0). Das Hinspiel hatte mit einem 1:1-Unentschieden geendet und wird in der Bilanz durch zwei weitere Punkteteilungen ergänzt. Der letzte der insgesamt drei Siege der Norderstedter liegt gut eineinhalb Jahre zurück. Im April 2018 behielt die Eintracht im heimischen Edmund-Plambeck-Stadion durch ein 3:0 die drei Punkte. Die damals bereits im grün-weißen Trikot Aktiven sollten ihre Mitspieler also von der Schwere der Aufgabe berichten können.

Vom letzten Sieg in Norderstedt wird kein Aktiver mehr, allenfalls noch Co-Trainer Thorsten Grümmer, berichten könen, davon ist nur in der 100-Jahr-Chronik zu lesen. Der datiert nämlich vom 27. März 1994, als der Gegner noch 1. SC Norderstedt hieß und beim VfB unter anderem ein gewisser Romas Mazeikis spielte. Der köpfte damals das Siegtor.

(Quelle: VfB Lübeck)

www.unserort.de/Luebeck

unserort : Du. Lokal. Mittendrin.
unserort : Du. Lokal. Mittendrin.
Das lokale Bürgerportal für Nachrichten. Aktuelle lokale Nachrichten, Veranstaltungsinfos, Vereine, Einrichtungen, Firmen und Lokales
www.unserort.de/Luebeck
Ort
Veröffentlicht
11. Oktober 2019, 17:02
Autor
whatsapp shareWhatsApp