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Equal Pay Day 2016: Was ist meine Arbeit wert?

Hiller-Ohm: Gesetz zur Entgeltgleichheit muss jetzt kommen!

Frauen haben in Deutschland nach den aktuellen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2015 21 Prozent weniger verdient als Männer in vergleichbaren Positionen. Damit ist die Lohnlücke zwar aufgrund der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns im Gegensatz zu den Vorjahren leicht gesunken, aber es ist immer noch ein Skandal, dass Frauen seit Jahren einen Verdienstunterschied von über 20 Prozent hinnehmen müssen. Dazu erklärt die für Lübeck und die Ämter Berkenthin und Sandesneben zuständige Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD):

„Ohne das im Koalitionsvertrag fest vereinbarte Gesetz zur Entgeltgleichheit wird sich in Deutschland an der ungerechten Bezahlung zwischen Frauen und Männern nichts ändern. Dieses Gesetz muss jetzt kommen, Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat bereits Anfang Dezember 2015 einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt, der seitdem von der Union und der Wirtschaft blockiert wird.

Deutschland gehört mit Österreich, Estland und Tschechien immer noch zu den Schlusslichtern der Europäischen Union was die Bezahlung von Frauen anbelangt – das ist nicht länger zu akzeptieren! Eine solche Ungerechtigkeit darf es in einem modernen Land wie Deutschland, das sich die Wahrung der Rechte von Frauen auf die Fahnen schreibt, nicht länger geben. Die Union und Bundeskanzlerin Merkel müssen diese Daueraufgabe endlich lösen und sich zur Gleichstellung von Frauen und Männern bekennen – ganz so wie es auch das Grundgesetz nach Artikel 3 Absatz 2 vorschreibt: Männer und Frauen sind gleichberechtigt!

Natürlich wird das geforderte Gesetz nicht allein für eine gerechte Bezahlung sorgen. So haben von dem zum 1.1.2015 eingeführten Mindestlohn im ersten Jahr mehr als zwei Millionen Frauen profitiert. Nun müssen weitere Maßnahmen folgen, um zu einer Lohngerechtigkeit zu kommen. Der diesjährige Equal Pay Day am 19. März hat sich deshalb das Motto „Berufe mit Zukunft. Was ist meine Arbeit wert?“ gesetzt, bei dem es um die dringende Aufwertung von frauendominierten Berufen, wie den sozialen Dienstleistungsberufen in der Erziehung und Pflege geht. Ein weiterer Schritt ist der Anspruch auf ein Rückkehrrecht aus Teilzeit nach Zeiten der Kinderbetreuung oder der bei

Pflegetätigkeiten. Denn wer seine Arbeitszeit reduziert, um Kinder zu erziehen oder Angehörige zu pflegen, darf nicht in einer beruflichen Sackgasse landen.

Die SPD wird sich konsequent dafür einsetzen, dass das Gesetz zur Entgeltgleichheit und weitere Maßnahmen umgesetzt werden, um endlich den geforderten gesellschaftlichen Wandel zur Beseitigung der Ungleichheit zwischen Frauen und Männern zu vollziehen.“

(Quelle: Hiller-Ohm)

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Veröffentlicht
24. März 2016, 08:55
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