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Bundespräsident Gauck besucht mit 150 Diplomaten die Hansestadt Lübeck

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Auf Einladung von Bundespräsident Joachim Gauck (75) besuchten 150 Mitglieder des Diplomatischen Korps aus Berlin die Hansestadt Lübeck. Die Wahl hätte nicht besser fallen können, bei bestem Wetter lernten die Gäste aus allen Teilen der Welt die berühmte Gastfreundschaft der Lübecker kennen und zeigten sich beeindruckt von der historischen Altstadt und der Geschichte der Hansestadt. Nach der Landung auf dem Flughafen Lübeck fuhr die Gruppe in vier Bussen zur Besichtigung der Firma Niederegger. Bei einer Präsentation und Führung durch das Unternehmen durch Firmeninhaber Holger Strait ließen sich die Gäste die angebotenen Kostproben des seit 1806 existierenden Unternehmens schmecken und nicht wenige Botschafter bekundeten, in ihrem Leben noch kein besseres Marzipan bekommen zu haben.

Gegen Mittag ging es dann ins Hotel Columbia nach Travemünde, beim gemeinsamen Mittagessen mit dem Diplomatischen Korps gab es eine Ansprache des Bundespräsidenten, in der er Schleswig-Holstein als Land zwischen der Nord- und Ostsee beschrieb, verbunden durch die meistbefahrene künstliche Seeschifffahrtsstraße der Welt. Er erwähnte Lübeck als Zentrum der Hanse, in der Weltoffenheit schon immer Tradition war. Über Travemünde wusste Gauck zu berichten, dass berühmte Dichter, Komponisten und Maler wie Fjodor Dostojewski, Richard Wagner und Edvard Munch neben vielen anderen das Seebad schätzten. Später zog es sogar Hollywoodstars zum Glücksspiel ins Casino nach Travemünde.

Gegen 16:00 Uhr war das Buddenbrookhaus Ziel der Diplomaten. Zahlreiche Lübecker nutzen die Gelegenheit zur persönlichen Begegnung mit dem Staatsoberhaupt und seinen Gästen. Gauck nahm spontan ein Bad in der Menge, bevor er die Diplomaten zu einer Führung ins Buddenbrookhaus begleitete.

Nächster Programmpunkt des Lübeck-Besuchs war eine Präsentation und Führung durch das Unternehmen der Firma Dräger. Firmenchef Stefan Dräger konnte über die weltweiten Verbindungen des Unternehmens berichten.

Zum Abschluss gab es einen Empfang des Ministerpräsidenten Torsten Albig im Schuppen 9 an der Untertrave. Die Diplomaten und zahlreich erschienenen Medienvertreter erlebten eine (lange) Rede von Albig, in der auch der Humor nicht zu kurz kam. Im Beisein von Landtagspräsident Klaus Schlie und Ministerin Anke Spoorendonk bezeichnete der in Bremen geborene Albig Schleswig-Holstein als schönstes Bundesland, was wiederum der Bundespräsident (noch) nicht glauben wollte. Bei Gaucks dritten Besuch der Hansestadt innerhalb von 12 Monaten regte Albig an, noch weitere Besuche folgen zu lassen, um die Wahrheit in seiner Rede selbst zu prüfen.

Es war ein Tag in vollkommen gelockerter Atmosphäre, die Beamten vom Bundeskriminalamt, die eingesetzten Polizisten, Mitarbeiter/innen der Staatskanzlei und der Stadt Lübeck sowie allen, die an diesem Treffen beteiligt waren, haben in hervorragender Weise ihren Teil dazu beigetragen, dass auch für die Diplomaten Lübeck wohl nach lange in Erinnerung bleiben wird.

Ort
Veröffentlicht
21. Mai 2015, 21:43
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