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SmartSonar Sepsis erkennt Blutvergiftung frühzeitig Lübeck – Mit der Entwicklung einer neuen Software ist Dräger, ein Unternehmen der Medizin- und Sicherheitstechnik, der Forderung „stop sepsis – save lives“ der Global Alliance zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September 2014 gefolgt. Der SmartSonar Sepsis unterstützt den Arzt bei der frühzeitigen und exakten Erkennung der Symptome einer möglichen Sepsis (Blutvergiftung). Eine schnelle Diagnose kann Leben retten. Um eine Blutvergiftung so früh wie möglich zu erkennen, müssen Ärzte und Pflegekräfte insgesamt 20 bis 30 Parameter wie Vitaldaten, Laborwerte, hämodynamische Daten und Organfunktionen regelmäßig überprüfen, analysieren, Abweichungen erkennen und aus den Beobachtungen ihre Therapie ableiten.(1) „Veränderungen von Sepsis-Parametern zu analysieren kostet Ärzte und Pflegekräfte viel Zeit“, erklärt Dr. Matthias Gründling, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Universitätsmedizin Greifswald, wo der SmartSonar Sepsis erstmals im Einsatz ist. Sowohl vor dem Aufenthalt im Krankenhaus als auch währenddessen vergehen häufig mehrere Stunden bis Tage bis zur Diagnose.(2) Dabei ist die schnelle Diagnose entscheidend für den Erfolg der Therapie: Mehr als 82 Prozent der Patienten, die innerhalb der ersten 30 Minuten behandelt werden, überleben.(3) Automatisierte Sepsis-Diagnose Der SmartSonar Sepsis ist ein Frühwarnsystem, das entscheidende Parameter analysiert und den behandelnden Arzt auf eine mögliche Sepsis hinweist. Auf einer Übersichtsseite zeigt die Software alle Patienten eines ausgewählten Bereichs im Krankenhaus an. Anhand von farblichen Symbolen können Ärzte und Pflegekräfte den vom System ausgewerteten Sepsis-Schweregrad der Patienten auf einen Blick erkennen. Die Zuordnung der Schweregrade erfolgt optional nach Leitlinien der Deutschen Sepsis-Gesellschaft e.V. (DSG) oder der Surviving Sepsis Campaign.(4,5) Die Patientendetailseite zeigt die Verläufe der Vitaldaten an. Der Arzt kann hier den vom System übermittelten Sepsis-Zustand bestätigen und entscheiden, ob eine Infektion vorliegt oder nicht. Im Logbuch ist nachträglich einsehbar, auf welcher Basis welche Therapieentscheidung getroffen wurde. Alle medizinischen Entscheidungen sind hinterlegt und über einen Verlauf von 24 Stunden bis zu sieben Tagen sichtbar. Sepsis: Eine diffuse Erscheinung Als Sepsis – im Volksmund Blutvergiftung – bezeichnet man einen Zustand, der durch die Abwehrreaktion des Körpers auf eine Infektion ausgelöst wird und infolgedessen zu einer Schädigung der eigenen Gewebe und Körperorgane führt. So multifaktoriell wie die Auslöser ist auch das Erscheinungsbild der Sepsis: Es gibt keinen einheitlichen Verlauf. Frühe Symptome können unter anderem Fieber, Schüttelfrost, plötzliches Unwohlsein, hoher Puls, Atemnot, Schwindel oder getrübtes Bewusstsein sein. Welt-Sepsis-Tag Der Welt-Sepsis-Tag findet jährlich am 13. September statt. Weltweit werden an diesem Tag verschiedene Aktivitäten organisiert, um auf die Missstände in den verschiedenen Bereichen der Sepsis-Prävention, -Diagnostik, -Therapie und -Rehabilitation aufmerksam zu machen. Dräger. Technik für das Leben® Dräger ist ein international führendes Unternehmen der Medizin- und Sicherheitstechnik. Unsere Produkte schützen, unterstützen und retten Leben. 1889 gegründet, erzielte Dräger 2013 weltweit einen Umsatz von rund 2,37 Mrd. Euro. Das Lübecker Unternehmen ist in mehr als 190 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit rund 13.500 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter www.draeger.com (Quelle: Drägerwerk AG)
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Günter Grass, Avi Primor und Ulrich Wickert im Großen Haus Günter Grass und Avi Primor gaben vor ausverkauftem Haus im Theater Lübeck Einblicke über das jüdische Leben in Deutschland zu Beginn des 20 Jahrhunderts. Unter der Moderation von Ulrich Wickert vermittelten Sie den Zuschauern einen Überblick über die Situation des einfachen Volkes und den Soldaten in der Zeit von 1914-1918. Dabei ging es in dieser hochkarätig besetzten Gesprächsrunde einmal nicht um die vierzig teilnehmenden Nationen mit ihren 70 Millionen Menschen unter Waffen, sondern es wurde vielmehr über Kindheitserinnerungen innerhalb der eigenen Familie berichtet und gerade diese Tatsache machte diesen Abend für den einzelnen Zuschauer zum intensiven Zuhörer, bereit, das Vorgetragene mit den Erzählungen der eigenen Familie zu vergleichen, und –wenn nötig- in einem langen Leben gesammelte Vorurteile zu revidieren Ulrich Wickert monierte den laxen Umgang der Deutschen mit den historischen Daten, während man in Frankreich dieses Ereignis auch nach 100 Jahren noch mit Feiertagen ehrt. Avi Primor, Vollblutdiplomat und ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland sprach über Hunderttausende Juden, die für Deutschland in den Krieg zogen, im festen Glauben, sie kämpften fürs Vaterland. Innerhalb seiner Familie wurde das Wort “Deutschland“ gestrichen und es wurde kein Deutsch mehr gesprochen. Auch Günter Grass konnte über seine Großväter in Danzig berichten und erinnerte an Erich Maria Remarque und seinen Bestseller “Im Westen nichts Neues“, für den er für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde. Schauspieler Andreas Hutzel vom Theater Lübeck las Passagen aus Primors Roman “Süß und ehrenvoll“, während Avi Primor jeden Satz noch einmal in Gedanken wiederholte. Die Zuschauer nahmen zur Kenntnis, dass Avi Primor auch als Schriftsteller bedeutende Qualitäten offenbart. Aus seinem Roman “Mein Jahrhundert“ las Günter Grass Texte von den Jahren 1914 und 1915 und das Publikum honorierte es mit starkem Applaus. Dieser Abend, der ursprünglich in den Kammerspielen stattfinden sollte, wurde aufgrund der großen Nachfrage in das Große Haus verlegt und die Kulturstadt Lübeck ist um eine gelungene Vorstelllung reicher. Ulrich Wickert, seit Jahren Freundeskreis-Mitglied des Grass-Hauses, sorgte für die reibungslosen Übergänge, Avi Primor erreichte mit seinen Erzählungen die Herzen der Zuschauer und wird den Lübeckern in bester Erinnerung bleiben. Günter Grass, der im kommenden Monat seinen 87. Geburtstag feiert, versteht es immer noch, die Menschen zu überraschen.
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