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Planungen für den Rousseau Park auf dem Weg

Diskussion mit Ahrensdorfern

Das Wachstum Ludwigsfeldes wird nirgendwo so sichtbar wie im entstehenden Rousseau Park in der Ahrensdorfer Heide. Nach einer Informationsveranstaltung im März bot die Stadtverordnetenversammlung (SVV) vom 3. Juli vielleicht die letzte große Möglichkeit für die dortigen Anwohner, auf ihre politischen Vertreter direkt einzuwirken.

Die nahmen sie wahr: Unter den rund 30 Bürgern im Publikum waren viele Ahrensdorfer, die ihren Ortsvorsteher Jens Wylegaller anfeuerten, als er ihre Bedenken und Hinweise zu den beiden zur Abstimmung stehenden Bebauungsplänen 35 und 42 vortrug: Sie zweifelten an, dass die im Bebauungsplan 35 detailliert aufgeführten Ausgleichspflanzungen von Bäumen und Sträuchern genügen würden, um Naherholung und Naturschutz in Zukunft zu gewähren. So sei etwa eine Uferschwalbenkolonie bedroht. Auch fürchteten sie neben Straßenlärm auch ungeregelte Entwässerung. Vor Jahren seien bereits beim Ausbau der Alten Potsdamer Straße in Ahrensdorf Keller vollgelaufen. Die Frage nach der Haftung für solche möglichen Folgeschäden kam auf.

Hans-Erwin Baltrusch (Vereinte-Freie Wähler) bedankte sich beim Ortsbeirat für den „Fahrplan“, den dieser vorgelegt hätte. Nun könnten die Stadtverordneten den Bauprozess entsprechend begleiten.

Bürgermeister Andreas Igel (SPD) und seine Verwaltungsmitarbeiter versuchten, die Bürger zu beruhigen: Natur- und Lärmschutz sowie Entwässerung seien mitbedacht worden. Auch bestünde die Möglichkeit von Gutachten, die die Stadtverwaltung mitbestimmen könne. Denn beim Investor, der Callidus GmbH aus Schönefeld, sei die Bereitschaft zur Anpassung alter Pläne an den neuen Sachstand gegeben. Haftung für eventuelle Folgeschäden seien ebenfalls geregelt.

Schließlich stimmte die SVV den beiden Bebauungsplänen zu und auch einem Antrag über die Festsetzung des Straßennamens „Balzacring“ für eine Verkehrsfläche im entstehenden neuen Kiez.

Conrad Wilitzki

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Veröffentlicht
18. Juli 2018, 06:23
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