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Schlaganfall ernst nehmen und sofort handeln

Rhein-Sieg-Kreis (db). Zum Welt-Schlaganfall-Tag am 29. Oktober betont das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises die Bedeutung schnellen Handelns. „Ein Schlaganfall ist immer ein akuter Notfall, bei dem die sofortige Alarmierung des Rettungsdienstes erforderlich ist", so Dr. Kirsten Hasper vom Kreisgesundheitsamt. Hintergrund ist, dass mit zunehmender Dauer weitere Schädigungen des Gehirns eintreten können. Eine frühe Diagnostik und Therapie in dafür besonders geeigneten Krankenhäusern ist somit ein wichtiger Baustein das Risiko gravierender Beeinträchtigung zu reduzieren.

Im Jahr 2016 registrierte die Rettungsleitstelle des Rhein-Sieg-Kreises rund 5.000 neurologische Notfälle, zu denen auch der Schlaganfall zählt. „Wir raten den Bürgerinnen und Bürgern bei Verdacht auf Schlaganfall unverzüglich die 112 anzurufen", so Leitstellenleiter Martin Bertram. Die schnellstmögliche Versorgung von Schlaganfallpatientinnen und-patienten auf einer so genannten „Stroke Unit" ist von großer Bedeutung. Eine derartige Fachabteilung steht unter anderem im St. Johannes-Krankenhaus in Troisdorf-Sieglar oder in der LVR-Klinik Bonn sowie der Universitätsklinik in Bonn zur Verfügung.

Zu den typischen Symptomen gehören akute Lähmungen und Gefühlsstörungen im Bereich der Arme, der Beine und des Gesichts. Die beschriebenen Anzeichen können von heftigen Kopfschmerzen begleitet werden. Auch Sprach- und Sehstörungen können Frühanzeichen für einen Schlaganfall sein.

Der Schlaganfall ist weltweit die zweithäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter. Rund 1 % der Menschen unter 55 Jahren erleidet einen Schlaganfall, danach steigt die Häufigkeit auf etwa sechs Prozent bei über 75-Jährigen. Wegen des demografischen Wandels ist langfristig mit einer steigenden Zahl von Schlaganfallpatienten zu rechnen.

Risikofaktoren für einen Schlaganfall sind neben genetischer Veranlagung auch Bluthochdruck, erhöhter Blutzucker sowie erhöhte Blutfettwerte. Auch Herzerkrankungen, Übergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel und zu hoher Alkoholkonsum erhöhen das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden. Menschen über 60 Jahren sind zudem eher betroffen, als jüngere Menschen.

Einen Test zum persönlichen Schlaganfall-Risiko sowie weitere Informationen zu der Erkrankung gibt es auf http://www.dsg-info.de

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Veröffentlicht
27. Oktober 2017, 00:00
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