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Serenadenkonzert: Mozart und Dvoark in ungewöhnlicher Besetzung

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„Hab’ auch heut eine Musik gehört mit Blasinstrumenten, von Herrn Mozart, in vier Sätzen – herrlich und hehr! Sie bestand aus dreizehn Instrumenten,… und saß bei jedem Instrument ein Meister – o es tat eine Wirkung – herrlich und groß, trefflich und hehr!”

So lautet 1784 ein Tagebucheintrag eines Zuhörers, der die Serenade Nr. 10 in B-Dur von W.A. Mozart in Wien gehört hatte. Diese Serenade, auch „Gran Partita“ genannt, ist eines der bekanntesten Werke der Kammermusikliteratur. Hervorzuheben ist sie nicht nur wegen ihrer Länge, in der sie Sinfonien übertrifft, sondern auch in ihrer ungewöhnlichen Besetzung. Diese umfasst unter anderem zwei Bassetthörner sowie einen Kontrabass, der die zwölf Bläser ergänzt.

Aufgrund der recht großen Besetzung für ein kammermusikalisches Werk wird die „Gran Partita“ heute eher selten gespielt. Daher kam bei einigen Teilnehmenden einer Kammermusikwoche im nahen Altenberg der Wunsch auf, diese in einem eigenen Konzert einem größeren Publikum zu präsentieren. Im Ensemble QuintonicPlus soll das Werk in der großen Besetzung erklingen. Die Musikerinnen und Musiker kommen sowohl aus dem Bergischen Land als auch aus dem Köln/Bonner Raum und dem Ruhrgebiet.

Neben der „Gran Partita“ steht außerdem ein Werk Antonin Dvoraks auf dem Programm. Unmittelbar nachdem dieser im Wien des Jahres 1877 Mozarts Serenade gehört hatte, schrieb er innerhalb von nur zwei Wochen selbst eine solche: Wir hören tschechische Volkstöne, die Menuetten neues Leben einhauchen, und musikalische Themen, die teilweise sentimental gefühlig oder gar komisch daherkommen. Die Serenade in d-Moll für 10 Bläser, Violoncello und Kontrabass entstand zu einem Zeitpunkt, als diese Gattung eigentlich überholt und aus den Konzertsälen weitestgehend verschwunden gewesen war. Die Wiederentdeckung u.a. der Serenaden Haydns und Mozarts führte offenbar jedoch zu einem bewundernden Wieder-Aufgreifen. Dies kann man auch hören: Im Andante con moto Dvoraks erkennt man Anklänge an das Adagio Mozarts.

Das Konzert wird von André Sebald geleitet, Professor an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf und ehemaliger Soloflötist des Gürzenich-Orchesters Köln. Neben dieser Tätigkeit engagiert er sich als Leiter verschiedener Kurse für Flöte und Kammermusik, als Vizepräsident des Landesmusikrates NRW und Mitglied des Landesausschusses 'Jugend musiziert'. Außerdem ist er Bläserdozent von Orchestern wie des Bundesjugendorchesters und des Landesjugendorchesters NRW tätig und leitet ein eigenes Sinfonieorchester in Königswinter.

Ort und Zeit: Kath. Kirche St. Severin, Lindlar; 20.10.2019 um 17:00 Uhr

Programm: Ensemble QuintonicPlus mit Serenaden von Mozart (KV 361) und Dvorak (op. 44)

Leitung: Prof. André Sebald

Eintritt: frei, Türkollekte

Neuigkeiten
Informationen über kirchenmusikalische Aktivitäten im Verband der katholischen Kirchengemeinden Lindlars
kamaus.jimdo.com
Ort
Veröffentlicht
20. September 2019, 09:00
Autor
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