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Schleusung ist kein Zufall

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(ots)

Am Mittwochnachmittag (2. Oktober) hat die Bundespolizei eine scheinbar zufällige Begegnung unter irakischen Landsleuten als Schleusung enttarnt. Der vermeintliche Helfer hatte die drei Ausländer scheinbar selbst in seinem Auto über die Grenze gebracht.

Eine Streife der Bundespolizei unterzog im Bahnhof Lindau drei irakische Staatsangehörige einer grenzpolizeilichen Kontrolle. Die jungen Männer im Alter von 19, 25 und 27 Jahren konnten sich jedoch nicht ausweisen. Ein 28-jähriger Iraker, der über einen gültigen österreichischen Reisepass und Aufenthaltstitel verfügte, schien die drei Ausweislosen zu begleiten. Der Mann hatte seinen Pkw mit österreichischer Zulassung am Bahnhof Lindau geparkt.

Zunächst sah alles nach einer zufälligen Begegnung unter den Männern aus. Die Bundespolizisten fanden jedoch im besagten Fahrzeug Unterlagen, die den zunächst Ausweislosen zugeordnet werden konnten. Zudem verstrickten sich die Verdächtigen in den Befragungen in erhebliche Widersprüche. Vermutlich haben die Migranten für ihre organisierte Schleusung nach Deutschland mehrere tausend Euro bezahlt. Bei der Durchsuchung fanden die Bundespolizisten dann auch die in den Reisekoffern versteckten Reisepässe der Iraker auf.

Die Beamten leiteten die mutmaßlich Geschleusten an die zuständige Erstaufnahmeeinrichtung weiter und zeigten sie wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise an. Der mutmaßliche Schleuser erhielt eine befristete Ausreiseaufforderung und wird sich nun wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen.

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Veröffentlicht
03. Oktober 2019, 19:04
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