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Kokain-kontaminierte Geldscheine geschmuggelt/ Bundespolizei stellt mehrere Tausend Euro sicher

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(ots) /-

Am Donnerstagmorgen (29. August) hat die Bundespolizei bei einem Syrer, der versucht hatte unerlaubt mit dem Fernbus einzureisen, mehrere Tausend Euro sichergestellt. Der Verdächtige tätigte unglaubhafte Aussagen zur Verwendung und Herkunft des Bargeldes. Auf den Scheinen sowie der Umhängetasche wiesen die Beamten zudem Kokainspuren nach.

Lindauer Bundespolizisten nahmen am Grenzübergang Lindau-Ziegelhaus einen syrischen Busreisenden aufgrund des Versuchs der unerlaubten Einreise nach Deutschland vorläufig fest. Bei der Durchsuchung der mitgeführten Tasche fanden die Beamten Bargeld in Höhe von rund 11.600,- Euro auf. Der Betroffene gab an, dass er das Geld einer in Duisburg wohnhaften Freundin schenken wollte, die durch die Eröffnung einer Pizzeria einen großen Schuldenberg angehäuft habe.

Nach Aussage des 60-Jährigen stammten 4.500,- Euro aus eigenem Vermögen und 7.000,- Euro hatte er zusätzlich von einem Freund geliehen. Angaben zu seinem Geldgeber wollte der unerlaubt Eingereiste nicht tätigen. Der Syrer selbst verdiene durch Schwarzarbeit als Koch in Italien circa 1.800-1.900,- Euro pro Monat. Über Kontoauszüge oder anderweitige Belege verfügte der Reisende nicht, da er das Geld bar in seiner Wohnung aufbewahre.

Der Businsasse gab zudem an, in Italien bereits zweimal wegen Handels mit Kokains zu jeweils fünf Jahren Haft verurteilt worden zu sein und letztmalig 2010 Drogen konsumiert zu haben. Ein Drogentest an der Reisetasche sowie an einzelnen Geldscheinen verlief positiv auf Kokain. Daraufhin räumte der Mann ein, dass die Tasche seinem Freund gehöre und der Mann Drogendealer sei.

Da erhebliche Zweifel an der Herkunft beziehungsweise am rechtmäßigen Besitz des Bargeldes bestanden, stellten die Bundespolizisten 11.500,- Euro sicher und wiesen den Syrer nach Österreich zurück. Der Betroffene hat nun die Möglichkeit, Widerspruch gegen die Sicherstellung einzulegen und die erforderlichen Nachweise zu erbringen. Anderenfalls wird der Betrag spätestens nach einem Jahr in Bundeseigentum übergehen. Ob diese Summe womöglich in Verbindung mit Straftaten in Deutschland steht, untersuchen nun die Ermittler der Bundespolizei.

Ort
Veröffentlicht
30. August 2019, 06:03
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