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Zu viele Gänse an Seen und auf Feldern – Neue Bejagungszeiten in NRW

Ein Sommerthema des letzten Jahres war – nicht nur in Leverkusen - die Verkotung von Liegewiesen an Badegewässern durch Gänse. Die Nil- und Kanadagans sind nichtheimische Tierarten, die sich gut an die hiesigen Verhältnisse angepasst und in den letzten Jahren rasant vermehrt haben. Die Folgen sind auch für die Landwirtschaft und die Wasserqualität der Seen bedenklich.

Der Gesetzgeber hat reagiert und den Bejagungszeitraum von Nil-, Kanada- und Graugänsen ausgedehnt. Nach der neuen Jagd- und Schonzeitenverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen ist eine Bejagung mit Ausnahme der in der Verordnung definierten Gebiete im Bereich unterer Niederrhein und Weseraue in der Zeit vom 16. Juli bis 31. Januar möglich.

Entgegen der Bedenken vieler Tierfreunde führt die Bejagung der Gänse nicht zum Töten zahlreicher Tiere (in der Jagdsaison 2009/2010 wurden im gesamten Stadtgebiet Leverkusen 31 Gänse erlegt).Die Jagd dient dazu, das Niederlassen der Gänse zu verhindern. Gänse sind sehr intelligent. Sie erkennen Gefahrensituationen sehr schnell und meiden sie entsprechend. Während der Jagdsaison reicht schon der Anblick eines weit entfernten Jägers um die Gänse in die Flucht zu treiben. Langfristig suchen die Tiere sich dann ungefährlichere Lebensräume und passen ihre Reproduktion dem Nahrungsangebot dieser Flächen an.

Die Bejagung erfolgt nicht während der Badezeiten, sondern abends oder in den sehr frühen Morgenstunden.

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Veröffentlicht
09. Juli 2010, 14:15
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