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Leichtfertige Finanzierungszusagen

Die SPD/FDP Fraktion in Langerwehe ist über die leichtfertigen Finanzierungszusagen und die ungerechte Behandlung der Sportvereine entsetzt!

In der Bauausschusssitzung wurde durch die CDU Mehrheit beschlossen, den Aschenplatz des FC Viktoria Schlich für 140.000 € allein zu Lasten der Gemeinde im Jahr 2016 komplett zu sanieren.

Begründet wurde dies mit der Verpflichtung der Gemeinde die Vereine zu unterstützen und die Sportflächen zu erhalten.

Diese Notwendigkeit sieht auch die SPD/FDP Fraktion, aber aufgrund der völlig unklaren Haushaltslage im Jahr 2016 (allein im Jahr 2015 betrug die Kreditaufnahme der Gemeinde Langerwehe 4,2 Millionen Euro) sollte diese Sportplatzsanierung erst im Jahr 2016 unter Berücksichtigung aller Haushaltsdaten beraten werden.

Im Übrigen kehrt die CDU Mehrheit in Langerwehe die bisherige Entscheidungspraxis bei der Sportvereinsförderung um.

Bisher wurden Zuschüsse aus der Sportpauschale zum Zwecke der Sanierung und Erneuerung von Sportflächen gewährt. Und immer wurden finanzielle Eigenleistungen der Vereine erwartet. Die Vereine verschuldeten sich teilweise auf Jahre erheblich, Beiträge mussten erhöht werden und die Möglichkeiten der finanziellen Förderung z.B. im Bereich der Jugendarbeit wurden eingeschränkt.

Wenn nun der FC Viktoria Schlich die Erneuerung zum „Nulltarif" erhält, so ist das in unserer Gemeinde ein einmaliger Vorgang und führt zu einer massiven Ungerechtigkeit gegenüber den anderen Vereinen.

Nach dieser Entscheidung der CDU Mehrheit im Bauausschuss wäre es nur logisch, alle Sanierungen oder Neubaumaßnahmen von Sportplätzen in den letzten Jahren zumindest in der jetzt festgesetzten Summe im Nachhinein zu fördern.

So füllt sich der Topf der ungewissen Finanzierungen für das Jahr 2016 immer weiter. Neben der Fußgängerbrücke an der Heinz-Emonds-Straße, den Kosten für den neu zu erstellenden Flächennutzungsplan, kommt nun auch noch der Aschenplatz in Schlich hinzu.

Wir fragen uns deshalb, wie weit die Grundsteuer für alle Bürger/Innen in Langerwehe in den kommenden Jahren angehoben werden muss, um das alles zu finanzieren. Der Bürgermeister hat aber mehrfach eine Steuererhöhung unter seiner Regie ausgeschlossen.

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Veröffentlicht
04. September 2015, 00:00
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