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Wohnungen und KITA-Plätze gesucht Christiane Witt, Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte des Landkreises Teltow-Fläming, freute sich am Abend des 26. Septembers viele bekannte Gesichter wieder zu sehen. Sie war erneut zu Gast beim „Runden Tisch für Integration“ um Annette Gatzky. Rund 20 Teilnehmer diskutierten in dem Gremium, dem unter anderem der Begegnung in Großbeeren e.V., die evangelische Kirche, Grün-Weiß Großbeeren, der Kulturverein, und einzelne Bürger angehören. Vor Ort waren auch Vertreter des Berliner Sozialdienstleisters „Living Quarter“, der seit Juli das Übergangswohnheim (ÜWH) Theodor-Echtermeyer-Weg betreibt. In der Gemeinde wie im Landkreis ist schon lange nicht mehr die Erstunterbringung von Flüchtlingen das vorrangige Problem. Vielmehr geht es um den Wohnort von geduldeten und bereits anerkannten Personen. Da es momentan zu wenig Sozialwohnungen gibt, versucht etwa das hiesige ÜWH gerade ein Pilotprojekt für Wohngemeinschaften aus mit bereits anerkannten Personen, die jedoch keine Wohnung finden können. Momentan wohnen noch rund 100 Menschen in dem Gebäude. Da die Zahlen neu ankommender Flüchtlinge immer mehr zurückgehen, ist der Landkreis dabei, ÜWH nach und nach zu schließen: In der Großen Straße in Jüterbog, in der Grabenstraße in Luckenwalde, sowie im Kastanienweg und im Birkengrund in Ludwigsfelde. Weitere Themen waren die Vermittlung von Praktika, KITA-Plätzen und wenn nötig arbeitsbegleitender Deutschkurse. Witt rief zudem alle Engagierten auf, den Flüchtlingen zu vermitteln, wie wichtig in Deutschland eine abgeschlossene Ausbildung ist. Nicht nur, dass diese den Aufenthaltsstatus erreichbarer macht. Auch kann sie ein Schutz vor Ausbeutung in Niedriglohnjobs und Schwarzarbeit sein. Conrad Wilitzki
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Behindertenbeirat Ludwigsfelde bei Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming Am 6. September trafen sich in der Zweigstelle Luckenwalde der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming Mario Mannewitz und Maren Ruden, Mitglieder des Ludwigsfelder Behindertenbeirates, mit drei Vertretern der VTF. Neben Geschäftsführer Volker Fleischer wurden die Gäste von Sabine Müller, Abteilungsleiterin Verkehr und IT-Fachmann Uwe Subklebe (Abt. Netzwerke/RBL) empfangen. Ausschlaggebend für den Besuch – und deshalb brannte es den beiden Ludwigsfeldern besonders auf den Nägeln – war die Größe der Schrift auf den Fahrplanaushängen in ihrer Stadt. Die Fahrpläne in A5-Größe, welche in den braunen Aushangkästen der Bushaltestellen zu finden sind, können selbst von nicht Sehbehinderten kaum gelesen werden. „Diese Aushangkästen“, so Volker Fleischer, „gehören nicht der Verkehrsgesellschaft“. „Sie sind Eigentum der Stadt und werden für öffentliche Aushänge genutzt“, erklärte er weiter und berichtete dann von einer Zusammenkunft mit dem Luckenwalder Behindertenbeirat. Auf dessen Anregung hin, würden nun in allen Bussen die Haltestellen angesagt. Dies begrüßten Mario Mannewitz und Maren Ruden ausdrücklich und erkundigten sich, ob es in Ludwigsfelde jemanden gäbe, der für die Fahrplanaushänge zuständig ist. Den Namen des Ansprechpartners bei der Stadtverwaltung Ludwigsfelde, an den die Dateien der Fahrpläne gesandt werden, nannte ihnen der Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft. „Wir werden zeitnah einen Termin mit ihm vereinbaren“, nahmen sich die Mitglieder des Behindertenbeirates vor. Weiterhin drehte sich die Beratung um die Anzahl der Öffnungstaster in den Bussen. Diese sind mittlerweile meist mit Brailleschrift gekennzeichnet. Jedoch ist je nach Länge des Busses die Anzahl und damit auch der Ort der Anbringung verschieden, so dass sich Blinde- und Sehbehinderte stets wieder neu orientieren müssen. „Ein garantierter Taster an der Ausstiegstür würde uns das Leben immens erleichtern“, meinte Mario Mannewitz. Allerdings zeigten sich die Behindertenbeiräte erfreut über die zumeist absenkbaren Busse, die ein großes Stück Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte bedeutet. Man sprach auch über die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft vieler Busfahrer, jedoch gäbe es auch immer wieder Ausnahmen, die auf die Frage nach der Linienführung mit „Steht doch vorne dran“ antworteten, was für einen Sehbehinderten leider kontraproduktiv ist. Als Geschäftsführer Volker Fleischer darauf hinwies, dass die Busfahrer regelmäßig geschult würden, kam man gemeinsam auf die Idee, Mitglieder des Behindertenbeirates könnten dort einen Vortrag halten – als Fachexperten in eigener Sache sozusagen. Der erste Termin soll im November liegen. Um größere Fahrpläne will sich der Ludwigsfelder Behindertenbeirat bemühen. Zwei interessante Informationen nahmen Mario Mannewitz und Maren Ruden aber noch mit: „Uns gehören die kleinen gelben Kästen an den Haltestellenschildern“ und wir denken hier über eine Modernisierung nach, für die es aber noch keine Zeitschiene gibt“, erklärte Uwe Subklebe. „Der Gesetzgeber sieht jedenfalls vor, dass bis 2022 der gesamte ÖPNV barrierefrei sein soll.“ Das Wichtigste für alle Bus-Nutzer ist allerdings: Es gibt eine Telefonnummer, unter der man den Buseinsatz Ludwigsfelde Montag-Freitag von 4 Uhr morgens bis 20 Uhr erreicht – 03378 869511. Hier bekommt man Auskunft zu allen Buslinien, zu Abfahrtszeiten und eventuellen Verkehrsbehinderungen, aus denen sich eine Verspätung ergibt.       M. R.
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