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10. Juli 2020, 03:13
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#rundestunde zu Gast beim Tag der Stadtnatur

#rundestunde zu Gast beim Tag der Stadtnatur

Die Live-Talkshow machte zum zweiten Mal Station im Stadtbezirk Porz

Eil - Die Live-Talkshow #rundestunde der Kölner Journalisten Nadine Carstens, Lars Göllnitz und René Denzer war dieses Mal zu Gast beim Tag der Stadtnatur im Umweltbildungszentrum Gut Leidenhausen. Und passend zum Programm des Tages haben alle Gäste und ihre Projekte einen Bezug zur Natur.

Eingeladen waren Olga Witt, sie betreibt zwei Unverpackt-Läden in Köln, Kaja Heising, Wildtiermanagerin von Wisenten im Rothaargebirge, Christian Stock, Gründer der Müllsammelinitiative K.R.A.K.E und Klaus Herda, er bereits und dokumentiert Wetterpilze.

"Das Bewusstsein der Bürger hat sich verstärkt, auf Müll zu verzichten. Dennoch muss das Handeln besser werden", so Olga Witt. Hiervon kann Christian Stock ein Lied singen. Er hat die Kölner-Rhein-Aufräum-Kommando-Einheit, kurz K.R.A.K.E, gegründet. "Wir sammeln regelmäßig an verschiedenen Stellen in Köln und in der Umgebung, wie zum Beispiel am Rhein, achtlos weggeworfenen Müll. Seit zwei Tagen sind wir ein eingetragener Verein, mitmachen darf jedoch jeder, auch wenn er oder sie noch kein Vereinsmitglied ist", so Christian Stock.

Skurrile Fundstücke waren dabei ganze Kühlschränke oder ein Mammutzahn. "Wir werden von den Abfallwirtschaftsbetrieben Köln mit Müllsäcken und Handschuhen ausgestattet, diese entsorgen dann auch den von uns gesammelten Müll fachgerecht."

Kaya Heising findet in den Wisent-Gehegen der "Wisent-Welt-Wittgenstein" zum Glück selten Müll von Besuchern. Sie leitet das gleichnamige Projekt im Rothaargebirge, in welchem die Wisente, die laut Heising das größte Landsäugetier Europas sind, artgerecht gehalten werden. Die Frage von Moderator Lars Göllnitz, wie man sich verhalten sollte, wenn man einem Wisent in freier Wildbahn begegnet, beantwortet sie so: "Zunächst einmal freuen! - danach darauf achten, Abstand zu halten." Ein Wisent-Männchen wiegt 800 bis 1000 Kilogramm und wird bis zu 1,88 Meter groß. Da ist Abstand angemessen.

Klaus Herder "sammelt" und katalogisiert Wetterpilze. Dies sind Unterstände in Form eines Pilzes, in Köln beispielsweise auf den Poller Wiesen zu finden. Köln ist für ihn die "Wetterpilzkulturhauptstadt", alleine hier gebe es rund 20 Beton-Wetterpilze, erzählt er. Herder vermisst sie mit einem Lasermessgerät und mathematischen Formeln, erklärt er Moderator Lars Göllnitz und bietet an, seine Körpergröße per mitgebrachtem Messgerät zu berechnen. "Es gibt ungefähr 1000 Wetterpilze weltweit, die Anzahl geht jedoch zurück."

K.R.A.K.E.-Gründer Christian Stock erinnert sich indes an einen Wetterpilz in Köln-Nippes. "Dort haben wir einmal den von uns gesammelten Müll zur Abholung deponiert." Die #rundestunde-Talkshow vom Tag der Stadtnatur in voller Länge und Hintergrundinformationen zu den Gästen und ihren Projekten finden sich auf dem gleichnamigen Youtube-Kanal. (red.)

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