Sag uns, was los ist:

Damit die Tradition weiterlebt In Ensen organisieren engagierte Ehrenamtler jedes Jahr ein Schürreskarrenrennen - dabei geht die Tour einmal quer durch den Stadtteil Ensen - An Komar Rickles Kiosk und Lottotreff nahe der Oberstraße liegt Station zwei des Rennens. Brötchen, Getränke und etwas Obst habe er für die Teilnehmer zusammen mit dem Frisör nebenan vorbereitet, erklärt Rickles. Insgesamt neun Gruppen sind dabei beim diesjährigen Schürreskarrenrennen durch Ensen - zwölf wurden ursprünglich gemeldet. Wobei es eigentlich kein klassisches Rennen per Schürreskarre, also alter Schubkarre, ist. Vielmehr sind die Gruppen per kreativ gestalteter Bollerwagen, sogar Rollatoren unterwegs. Von Station zu Station. Insgesamt 9 sogenannte Tankstellen gebe es, so Organisator André Sielaff. Sein Beweggrund: "Ein Schürreskarrenrennen ist ein Muss. Es kann nicht sein, dass die Tradition ausstirbt", so Sielaff. Bis vor zwei Jahren richtete der Verein Wesshovver Jonge und Mädche das Rennen mit 62 Jahren Tradition aus. Nun ist er aktiv. "Wir machen das privat. Hinter uns steht kein Verein." Aber einige Vereine machen mit: die örtlichen Schützen etwa. An Station eins stellt zudem die Bürgervereinigung Ensen-Westhoven die Tankstelle. Der Startschuss für das rund fünfstündige Treiben fand indes zuvor an der Rheinaustraße, am Rhein-Kilometer 681, statt. "Unser Bezirksbürgermeister Henk van Benthem hat den Startschuss gegeben", so André Sielaff. Nach der Tour kehren die Karren auch wieder an den Startpunkt zurück. Unterhalb der Straße am Rhein-Ufer findet am Leinpfad eine kleine Kirmes statt - ebenfalls ausgerichtet von Ehrenamtlern. Bevor hier gefeiert wird, werden noch Preise verliehen. Selbst gestaltet von Sielaffs Ehefrau, wie er verrät. So wird etwa die kreativste Karre prämiert. "Die Jury hierfür sind die Schützen", erklärt André Sielaff. "Ein bisschen Anreiz muss schon sein." Dennoch sei das Rennen vor allem eines: ein großer Spaß für alle. Ein Spaß, der auch in 2020 eine Fortsetzung findet. Dann am 9. August. (Lars Göllnitz)
mehr