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"Es fehlt so ein bisschen an Visionen" Vor fünf Jahren hat sich der Urbacher Bürgerverein gegründet - Simin Fakhim-Haschemi und Jochen Reichel erinnern sich an die Anfänge und blicken nach vorne Urbach - April 2015. Die erste konstituierende Sitzung des Bürgervereins Urbach (UBV). "Damals kamen vor allem Leute, die ich privat kannte", erinnert sich Simin Fakhim-Haschemi. Noch heute ist sie im Vorstand des Vereins. Zusammen mit Jochen Reichel. Dieser stieß etwa ein Jahr nach der Gründung zum UBV. Als jung und frisch habe er den Zusammenschluss empfunden, deshalb sei er dabei geblieben, so Reichel. Fast fünf Jahre später blickt der UBV auf einige Projekte zurück. Fast jede öffentliche Grünfläche betreuten die Ehrenamtler, so Fakhim-Haschemi. Zu den 30 Anfangsmitgliedern sind einige dazu gekommen. Sie engagieren sich vielfältig: So wurde etwa auch das Versorgungshäuschen für Marktbesteller in Urbach im vergangenen Jahr wieder hergerichtet. An Ideen mangele es nicht. Eher an Zeit, so Reichel und Fakhim-Haschemi. Beide sind auch noch andernorts ehrenamtlich aktiv - etwa im Bündnis Porz-Mitte oder im Krankenhaus-Förderverein. Blickt Jochen Reichel in den Stadtteil Urbach, dann fallen ihm gleich mehrere Themen besonders auf: "Wir sind Kölner hier. Und wenn die Stadt den Klimanotstand ausruft, dann müssen wir auch hier schauen, wie wir Urbach begrünt bekommen", so Reichel. Ein anderes Thema sei die Kreuzung der Frankfurter Straße mit Waldstraße und Kaiserstraße. Hier müsse sich etwas ändern. Alleine schon optisch, so der Aktive. "Urbach ist eine Bushaltestelle." "Es fehlt so ein bisschen an Visionen", finden Simin Fakhim-Haschemi und Jochen Reichel und meinen damit auch die Politik. "Man muss zäh sein und dran bleiben", so Fakhim-Haschemi. Nichts klappe bei der ersten Anfrage. Und dennoch: Die Kontakte des Bürgervereins zu lokalen Geschäften, der Stadtverwaltung und auch zum Bürgeramt seien gut. "Wir wollen konstruktiv mit der Politik zusammenarbeiten", erklärt Fakhim-Haschemi. Wichtig seien aber auch Visionen, die über das Alltägliche hinausgingen, so Reichel. "Wir sind sicher: Wenn die Politik etwas tut, kann sie dadurch auch Wähler an sich binden." (Lars Göllnitz)
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