Sag uns, was los ist:

  • 0Likes
  • 0Shares

So etwas sieht man nur alle 20 Jahre einmal

whatsapp shareWhatsApp

"So etwas sieht man nur alle 20 Jahre einmal"

Der Flughafen Köln-Bonn informiert über den Stand der Generalsanierung der großen Start- und Landebahn (RWY 14L/32R)

Grengel- Die Sonne ist kaum aufgegangen, da wird das enorme Ausmaß an geballter Technik sichtbar. Die ganze Nacht wurde wieder ein großes Stück an der Bahn geschafft. Es ist ein großer Meilenstein zugleich, denn heute sind mit dem Auftragen der oberen Asphaltschicht, zwei Drittel des größten Bauvorhabens am Köln-Bonner-Airport seit Jahrzehnten fertig. Mit Erleichterung bringt dies auch Alexander Weise, der Leiter der Unternehmenskommunikation zum Ausdruck. "Zwei Drittel haben wir", meint er und zieht weitere zwei Experten rund um die Generalsanierung der Interkontinentalbahn, wie es hier heißt, hinzu.

Über die Rollfeldringstraße und der Limaplatte im Sicherheitsbereich des Airports, kommen Jörg Endres, der Tiefbauleiter sowie Jörg Kranz, Geschäftsführer der Firma Heitkamp, hinzu.

Vergangene Nacht wurde die neue 1600 Meter lange und 60 Meter breite Asphaltdecke eingebaut, so Jörg Endres. Zehn Tausend Tonnen Asphalt wurden in den vergangenen neun Stunden mit acht Asphalt-Fertigern und 26 Walzen parallel auf einer Fläche von 96-Tausend Quadratmeter so groß wie 13 Fußballfelder, verarbeitet. Das seien pro Stunde 40 LKWs, die den heißen Asphalt transportiert haben. "So etwas sieht man nur alle 20 Jahre einmal", meint Endres.

300 LKWs pendelten die ganze Nacht zwischen Aspahltmischwerken in der Umgebung und dem Flughafen. Erklärtes Ziel sei, dass im September die großflächigen Asphaltarbeiten abgeschlossen werden können, denn 2700 Meter von 3815 Meter seien nun eingebaut, so Endres. Der verwendete Asphalt kommt in der Zusammensetzung dem des Autobahnasphaltes gleich, erklärt er. Anschließend müssen noch die Befeuerung der Bahn und die Kabelzuginstallationen hierfür eingebaut sowie die Markierungsarbeiten aufgetragen werden.

Jörg Kranz, Leiter der Firma Heitkamp mit dreißig Jahren Erfahrung auf dem Gebiet, spricht von der sogenannten Königsdisziplin bei Auftragen der vier Zentimeter dicken Deckschicht.

Mitten im Geschehen prüft Leon Beckers von der Firma Oevermann das sogenannte Planungs- und Echtzeitsystem oder, wie es hier heißt "BPO-System" am Beschicker. Der Beschicker nimmt den flüssigen Asphalt vom LKW auf und verteilt ihn gleichmäßig. Beckers ist einer von mehreren wichtigen Mitarbeitern, die die Ladungen der LKWs genau im Überblick haben, damit kein Material verschwendet wird.

Aidaa Rachid ist Herr über einen dieser wichtigen Beschicker und ist von Anfang an bei der Generalsanierung der langen Bahn dabei. Ihm macht die Arbeit hier viel Spaß, denn schließlich sei die Ausbildung als Maschinist nicht ganz einfach. Mehr als drei Jahre seien notwendig, bevor die Zulassung, einen Beschicker zu steuern, erteilt werde, erzählt er.

Um 18:00 Uhr wird die große Bahn heute nach durchgeführten Markierungsarbeiten wieder freigegeben, denn die ganz großen Maschinen aus Asien und Amerika sind schon in der Luft.

Die Sanierung der großen Start- und Landebahn hatte Anfang April begonnen und soll mit 34 Wochenendsperrungen (immer von Samstag 12:

Insbesondere auf der Querwindbahn, die erst 2017 saniert worden war, starten und landen die Jets vermehrt an den Wochenenden über den Wohngebieten Richtung Osten oder wahlweise Richtung Westen über Porzer Stadteile. (Robert Schmiegelt)

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
17. August 2018, 05:21
Autor
whatsapp shareWhatsApp