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Möglicherweise neue Flüchtlingsnotunterkunft in Lind

Das Land Nordrhein-Westfalen plant etwa 1.000 Flüchtlinge in Teilen der Wahner Kaserne unterzubringen - die Anlage soll dazu in zwei Jahren zur Notunterkunft umgebaut werden

Lind - Es ist eine Entscheidung der Landesregierung. Die Stadt Köln hatte keine Einfluss auf die Planungen. Sozialdezernentin Henriette Reker erklärte Anfang August, dass sie die Entscheidung etwa seit zehn Tagen kenne.

Um dem großen Andrang an Flüchtlingen gerecht werden zu können, sollen nun Teile der Wahner Militärkaserne zu einer Flüchtlingsnotunterkunft für etwa 1.000 Personen umgebaut werden. Nötig ist hierfür zunächst ein Bebauungsplan, zudem die Räumung der ehemaligen Lagerräume. Die am Linder Mauspfad gelegenen Bauten werden aktuell von einem Bekleidungszulieferer der Bundeswehr genutzt.

Der Umbau des Komplexes ist Teil eines dreistufigen Planes. Zunächst sollen Flüchtlinge in Zelten auf einem Parkplatz in Chorweiler untergebracht werden. Etwa drei Monate später soll ein Umzug auf ein Freigelände an der Altenburger Straße in Bayenthal umgesetzt werden. Hier werden Flüchtlinge in Wohncontainern leben.

Alle Einrichtungen werden vor allem mit Flüchtlingen belegt, die später auf andere Häuser im Bundesland verteilt werden. Die Unterkunft in Lind soll so ähnlich, wie der ehemalige Baumarkt in Eil, als Notunterkunft fungieren. Lind solle als Verteilstation dienen, so Dezernentin Henriette Reker.

Alternativ zum Linder Plan, könnte auch ein Grundstück in Kalk gegenüber des Polizeipräsidiums als Fläche für die Notunterkunft genutzt werden. Hier plant die Stadt allerdings den Bau einer Schule. Zudem ist es mit 13.000 Quadratmetern kleiner. In Lind stünden über 100.000 Quadratmeter zur Verfügung.

Bereits im Frühjahr hatte die Stadt Köln ihrerseits über die Möglichkeiten einer Flüchtlingsunterbringung in Gebäuden oder Liegenschaften der Bundeswehr am Wahner Standort diskutiert. „Allerdings ohne, dass im Ergebnis Unterkünfte seitens der Streitkräfte bereitgestellt werden konnten", vermeldete damals Oberbürgermeister Jürgen Roters. (Lars Göllnitz)

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Veröffentlicht
08. August 2015, 00:00
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