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Mit dem Ritterschlag vom Mongolischen Botschafter

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Mit dem Ritterschlag vom Mongolischen Botschafter

Auf dem Schützenplatz in Wahnheide fand wieder das Hunnenlager der Löwenhorde Wahn statt

Wahnheide- Ein ausgedehntes Programm mit jeder Menge zu Essen und Getränken, das ist den Hunnen lieb. In ihnen schlägt das Herz wilder Tiere und seit ältester Zeit wird ihnen sogar ein Menschsein abgesprochen. So wird es den Hunnen in ihrer ruhmreichen Geschichte nachgesagt.

Für den Besucher könnte die Geschichte nachvollziehbar sein, wenn er das diesjährige Hunnenlager auf dem Schützenplatz in Wahnheide betritt. Mitten auf dem Platz umgeben von Jurten, das sind die Zelte der Hunnen, postiert sich der Hunnenkönig Attila, auch als Kuki bekannt. An seiner Seite sitzen Attilas beide Fürsten "Sohn Ernak" und "Bruder Elak" von den Ruhrtalwölfen Witten. Vor ihnen die massive viele Meter lange Tafel mit Requisiten aus damaliger Zeit. Wer mit dem König sprechen möchte, wird sozusagen eingeladen und darf nur dann den großen Teppich betreten.

Kuki erzählt über seinen Verein, zu dem einige Mitglieder sogar aus Siegen, Bonn, Witten, Duisburg oder Hachenburg hergekommen sind. Seit 1978 sind die Hunnen als Löwenhorde in Wahn vertreten. In den früheren Jahren trat die Löwenhorde mit ihren Festivitäten an der Wahner Kirche auf. Der Platz dort ist mit der Zeit zu klein geworden und da bietet der Platz an der Schützenstraße in Wahnheide bedeutend mehr Platz.

Kuki erinnert sich an seine Anfänge als kleiner Junge, als ihn seine Mutter beim Karnevalszug gefragt hatte, ob er im kommenden Jahr lieber als Indianer oder als Cowboy gehen wolle. Längst stand sein Urteil fest. Er wollte ein Hunne sein, sagt er. Denn nur die fand er Klasse. Kuki fing an zu lesen und sich über die Hunnengeschichte zu informieren. Seither ist seine Person als höchste Instanz in der Löwenhorde nicht mehr wegzudenken.

Viele Vereine haben ihre Jurten aufgebaut mit all ihren aufwändigen und vor allem sehr kostspieligen Requisiten. Diese runden das Bild des Festes ab. Die Ausrüstungen und Gewänder werden selbst und in Eigenarbeit aufwändig hergestellt. Vor den Jurten sitzen die Hunnen in geselligen Runden zusammen und vermitteln dem Besucher eine Reise in die damalige Zeit.

Zwei "Mongolen" aus dem Mittelalter sind auch Beate Niebergall als Manduchei und Helmut Hirschberger als Manduulkan. Beide sind sehr stolz auf den Ritterschlag, der ihnen vor Jahren der Mongolische Botschafter in Deutschland gegeben hatte. In Köln-Heimersdorf gibt es schließlich das größte mongolische Dorf außerhalb der Mongolei, sagt Beate Niebergall.

Als Highlight wird am Nachmittag eine Hunnische Hochzeit gefeiert. Attilas "Weib" N"Kaara, wird sodann von den Hunnischen Frauen und Attila von den Männern vorgestellt.

Weitere Programmpunkte sind die Hunnentaufen, das Spektakel an der Hunnentafel, und zahlreiche Showeinlagen. Dazu kommen am Sonntag das große Hunnenfrühstück mit Grillhaxen und Hähnchenschenkel. Wer beim Frühstück mitmachen möchte, kann dies für 15 Euro tun.

Eine Zukunft habe das Hunnische Leben in Wahn und Wahnheide allemal. Die nächsten Feste sind bereits in Planung, sagt der König. (Robert Schmiegelt)

Ort
Veröffentlicht
27. Mai 2019, 12:24
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