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Mit Pfeilgeschwindigkeit "alle ins Gold"

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Mit Pfeilgeschwindigkeit "alle ins Gold"

Der Verein BogenTeam Cölln e.V. veranstaltete das 11. Alexianer Turnier

Ensen- Das gesetzte Ziel "alle ins Gold" zu treffen, haben alle bei diesem Turnier. Dafür treten mehrere Bogensportler aus 18 befreundeten Vereinen mit 68 Teilnehmern an.

Bei fast wolkenlosem Himmel und Sonnenschein geht es um 11:11 pünktlich los. Weit vor dem Start hatte der Verein den Wettkampfplatz startklar gemacht. Frühstück, Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen runden das Geschehen ab und die Hintergrundmusik zwischen den Ansagen kommt gut an. Zwischendurch wird es dann immer wieder ernst für die Schützen.

Mit 13 Jahren geht der jüngste Teilnehmer mit Pfeil und Bogen an den Start. Der Älteste zeigt mit 70 Jahren, dass der Sport bis ins hohe Alter betrieben werden kann.

Iris Jantzen und Jürgen Freund, beide beim Remscheider Turnverein, ist für diesen Sport kein Weg zu weit, um an einem Turnier mitzumachen. "Dabei sein ist alles", so Iris Jantzen, die 1988 mit dem Bogenschießen angefangen hat. "Es geht auch in gesetzterem Alter, Hauptsache etwas tun", ist sich Jürgen Freund sicher, der seit sechs Jahren an diesem Sport gefunden hat.

Beim Alexianer Turnier wird mit Recurvebogen geschossen. Hierbei sind die Wurfarme nach vorne gebogen mit Visier und Stabilisatoren. Mit dieser Bogenart werden auch die Olympischen Spiele seit 1972 im Freien auf 70 Meter ausgetragen. Ebenfalls zum Einsatz kommt an diesem Tag der Blankbogen. Er ist wie der Recurvebogen, jedoch ohne Visier und Stabilisatoren.

Christel Freitag, Präsidentin vom BogenTeam Cölln e.V., berichtet, dass über die Nähe zum Alexianern-Krankenhaus auch die Namensgebung zum Alexianer-Turnier begründet liegt. Dort wird in einer Halle bei schlechtem Wetter und im Winter trainiert. Außerdem besteht eine Kooperation mit den Alexianern-Werkstätten in Köln-Mülheim. Auch dort steht Bogenschießen auf dem Programm.

Das Bogenschießen hat eine mentale-, sowie eine körperliche Seite, erklärt Freitag. Den Kopf frei zu bekommen und Stressabbau steht auch im Vordergrund, sagt sie. Sofern der Kopf frei ist, komme die körperliche Seite ins Spiel und dies werde mit besserer Treffsicherheit belohnt.

Je nach Distanz gibt es verschiedene Zielscheibengrößen. Die Pfeillänge wird anhand der Armlänge bemessen. Er muss schließlich viel aushalten, denn beim Schießen kommen schonmal Geschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern zustande.

Gerade mit vier Mitgliedern aus Berlin von der Deutschen Meisterschaft der Behinderten kommend, nimmt der Verein an vielen Meisterschaften in ganz Deutschland teil. In Köln ist das BogenTeam Cölln der einzige Verein, der eine Behinderten-Abteilung hat.

Die ersten Plätze in den jeweiligen Disziplinen:

Recurve Herren:

Dirk Rosenberg, Wilhelm Tell Düsseldorf. 594 Punkte

Recurve Damen:

Laila Sahraoui, MASA Mülheim, 617 Punkte

Recurve Master männlich:

Ralf Hausmann, TUS Ahrweiler, 588 Punkte

Recurve Master weiblich:

Stephanie Freytag, TV Baldenberg, 577 Punkte

Recurve Senioren:

Guy Ulenaers, BS Troisdorf, 521 Punkte

Recurve Seniorinnen:

Iris Jantzen, Remscheider TV, 575 Punkte

Recurve Schüler:

Janis Nolte, Remscheider TV, 578 Punkte

Recurve Jugend (QUALIFIKATIONSRUNDE):

Tessa Kröll, Remscheider, 658 Punkte

Blank Herren:

Frederic Cieslik, BBSC Bonn, 632 Punkte

Blank Damen:

Amelie Jorde, Remscheider TV, 603 Punkte

Langbogen offene Klasse:

Jürgen Kröll, Remscheider TV, 527 Punkte

(Robert Schmiegelt)

Ort
Veröffentlicht
14. September 2018, 03:56
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