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Mehr als ein Jahrhundert Hilfe für kranke Menschen

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Mehr als ein Jahrhundert Hilfe für kranke Menschen

Zum 25. Jahrestag des Tages des offenen Denkmals informiert das Alexianerkloster über seine Geschichte

Ensen- "Von der Anstalt zum psychiatrischen Fachkrankenhaus", heißt das Motto. Zu dieser Zeitreise führt das Alexianerkloster zwei kostenlose Führungen auf seinem Gelände durch. Der Andrang der Besucher bei bestem Wetter ist so groß, dass die erste Führung in zwei Führungen geteilt werden muss.

Gerhard Daniels, Pflegedienstleiter bei den Alexianern, präsentiert den Besuchern historische Fotos und Erklärungen zum Anstaltsbetrieb in früherer Zeit. Nach vier Jahren Bauzeit vor den Toren Kölns entstand im Jahre 1908 im kleinen Fischerdorf Ensen eine Anstalt für kranke Männer.

Die seinerzeitige Philosophie von psychisch kranken Menschen war die Wegnahme der Kranken aus den Städten hinaus aufs Land. Hier gab es große Ackerflächen, von denen sich die Anstalt selbst versorgen konnte.Aus der weitläufigen Landwirtschaft ging zudem die heutige Alexianer Klostergärtnerei hervor.

Ruhe und Ausgeglichenheit sollte den kranken Menschen zuteil werden. In Ensen gab es diese Ruhe, sodass 1911 bereits mehr als 250 Patienten untergebracht werden konnten. Die Betreuung übernahmen schon damals mehr als 30 Alexainerbrüder.

Historische Fotos, die Gerhard Daniel den Teilnehmern der Führungen zeigt, lassen erahnen, wie die Umstände in den Patientenzimmern, Essensräumen, Küchen, Operationsräumen und Apotheken damals gewesen sein müssen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Alexianer Krankenhaus zu einem Reservelazerett erklärt. Alle Patienten mussten verlegt werden. Das Krankenhaus wurde durch eine Zerstörung schwer getroffen.

Nach dem Krieg nahmen die Ordensbrüder ihre karitative Tätigkeit wieder auf. Im Jahre 1958 lief mit 340 Patienten der Klinikbetrieb wieder normal. Jetzt kam der Psychiatrie wieder mehr Bedeutung zu. Das Gelände wurde weiträumig ausgebaut.

Noch heute zeugen farbenfrohe und ornamentreiche Fliesenböden von der Phantasie des Kölner Diözesan-Baumeisters Heinrich Renard. Auch sind Fenstermalereien zu besichtigen, die nach dem zweiten Weltkrieg entstanden sind. Dies kommt besonders im Kirchenschiff zum Ausdruck.

Bis zum heutigen Tag steht das Alexianer Krankenhaus für Gesundheit, Pflege, Betreuung und Förderung und gibt behinderten, kranken und älteren Menschen ein neues Heim. (Robert Schmiegelt)

Ort
Veröffentlicht
14. September 2018, 03:56
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