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Heimat im gelben Haus

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Heimat im gelben Haus

Seit Dezember 2018 ist Gerd Dyck Pastor der freien evangelischen Gemeinde in Porz - die Gemeinde möchte sich weiter öffnen

Porz-Mitte - "Früher war hier das Arbeitsamt im Haus", erzählt Gerd Dyck. Die Rede ist vom gelben Haus in der Goethestraße 9-11 in Porz-Mitte - unweit vom CityCenter gelegen. Dyck muss es wissen. Seit Dezember 2018 ist er Pastor der freien evangelischen Gemeinde in Porz. Seit 2004 hat diese hier ihre Heimat.

Für Gerd Dyck ist es eine der ersten Tätigkeiten nach dem Studium der Theologie in Gießen. Vorher gab es für ihn ein einjähriges "Schnupperpastorat in Bonn", wie er es nennt.

Doch was macht das Freie der Gemeinde aus? "Wir sind weniger lithurgisch. Unsere Gottesdienste finden auf einer persönlicheren Ebene statt", erzählt der junge Pastor. Und auch das gehört zur freien Gemeinde: Sie wird komplett über Spenden finanziert. "Wir sind keine Staatskirche", so Dyck.

Seit nun 25 Jahren gibt es in Porz eine freie evangelische Gemeinde. Vorher mit Sitz in der Josefstraße und gegründet sozusagen im Wohnzimmer. "Als Hauskreis im Rahmen einer christlichen Großveranstaltung", erzählt Gerd Dyck.

"Es ist vielleicht etwas atypisch für meine Generation, in einer christlichen Gemeinde aktiv zu sein", so Dyck. Aber es bereichere extrem, mit Jesus im Leben zu leben, erzählt er und nennt Worte wie Liebe, Gerechtigkeit und Wahrheit. "Jesus ist eine Stütze im Leben."

Aktuell rund 70 Mitglieder zählt die Porzer Gemeinde. Meist kommen sie aus der Nähe, manche reisen weiter an. Sie alle haben gemeinsam, aus freien Stücken dabei zu sein. Auch das mache das Freie aus, so der Pastor.

Sonntags findet ab 10 Uhr ein Gottesdienst mit Live-Musik im gelben Haus an der Goethestraße statt. Freitags treffen sich der Pastor und Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren zum Teen-Kreis. Dann werde etwa über die Bibel gesprochen. Aber auch soziale Aktionen und gemeinsames 3D-Minigolfen stand schon auf dem Programm, erzählt Dyck.

Mitmachen kann jeder. Auch ohne Mitglied der Gemeinde zu sein. So auch bei jüngst durchgeführten Lego-Tagen. Groß und Klein bauten dazu gemeinsam eine Stadt aus Klemmbausteinen. Eine Wiederholung ist geplant.

"Wir als Gemeinde wollen noch offener werden für die Stadt und die Menschen", so Gerd Dyck. (Lars Göllnitz)

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Veröffentlicht
18. Oktober 2019, 06:38
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