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Hartes Lernen für das Grüne Abitur

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Hartes Lernen für das "Grüne Abitur"

Lossprechung der Jungjäger auf Gut Leidenhausen

Leidenhausen- Im festlichen Rahmen auf dem Gut Leidenhausen geben die Bläser den Ton an. 45 Jungjägerinnen und Jungjäger werden für die letzten Wochen und Monate der Auszeit für die Ausbildung zum "grünen Abitur" geehrt. Mit der Ausgabe des Jägerbriefes und somit des Jagdscheines besitzen sie nun die Lizenz zum Jagen.

Den Abend moderiert der Kölner Förster Michael Hundt. Er lobt die langjährig etablierte Veranstaltung auf dem Gut Leidenhausen zum Anlass der Jägerprüfung im Innenhof mit seiner hervorragenden Akustik. Dies wird deutlich, wenn die Bläserchöre "Horn & Hund" sowie der Leverkusener Bläserchor mit ihren Traditionen der Jagdhörner, barocke Jagdmusik aus Frankreich blasen.

Vor der Übergabe der Jägerbriefe an die Prüflinge richtet Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen, sein Grußwort an die "neuen" Jäger zur bestandenen Prüfung und an die Gäste. Alle seien gut ausgebildet und geprüft worden, konstatiert er.

Den Jungjägern in den Altersgruppen von 16 bis 36 Jahren, gibt er mit auf den Weg, anständig und waidgerecht zu jagen sowie immer die Achtung vor der Kreatur zu wahren.

Joachim Breuer, Leiter der Jagdschule Köln, stellt fest, dass es nach zehn Monaten Ausbildung ein super Ergebnis sei. Dabei lässt er die Ausbildungszeit Revue passieren, denn es musste sehr viel Freizeit investiert werden.

Die Fächer Wildkunde, Waffenkunde, Jagdrecht und Hundewesen verteilten sich nach eigenen Angaben auf 180 Schulstunden Unterricht in Wochentags- und 150 Schulstunden in Samstagskursen. Dabei sind 220 Schulstunden beim Schießen auf dem Schießstand verbracht worden. 25 Tausend Schrotschüsse wurden auf 13 Flinten und 12 Tausend Kugelschüsse auf drei "Büchsen" verteilt. Breuer dankt den Revierinhabern, dass sie ihre Reviere zur Verfügung gestellt haben. Er richtet seinen Dank auch an beide Prüfungskommissionen und stellt ihr faires Prüfen heraus.

Die Entscheidung, Jäger zu werden, gehe einer Verschiebung voraus, meint Michael Hundt. Früher habe es auf dem Land viel mehr Jäger gegeben, wogegen heutzutage die Nachfrage eher aus den Ballungsräumen komme, stellt Hundt fest. Oft gehe heute bei angehenden Jägern keinerlei Vorbeziehung zur Jagd mehr voraus.

Nachhaltigkeit und Natur stehen seiner Meinung nach im Vordergrund. Die Tiere als Fleischlieferant, der Umgang und die Wertschätzung gegenüber den Tieren sei sehr wichtig. Das Fleisch ist garantiert immer Biofleisch.

Für den Jäger stehe immer im Vordergrund, den Wildbestand zu regulieren. Der Waidmann, wie der Jäger auch genannt wird, habe immer ein Interesse daran, die Population im Wald in Stand zu halten und eine Überpopulation auszuschließen. Bei Letzterer würden Schäden auftreten, für die der Jäger haften würde.

Bei zu vielen Wildschweinen, wie es in der Region gerade der Fall sei, sind die Probleme sehr groß. Der Bestand müsse unbedingt reguliert werden, stellt Hundt heraus. (Robert Schmiegelt)

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Veröffentlicht
04. Mai 2018, 07:01
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