Sag uns, was los ist:

  • 0Likes
  • 0Shares

Fliegen in der Einflugschneise

whatsapp shareWhatsApp

Fliegen in der Einflugschneise

Mit Fledermausdetektor und Taschenlampe in und an Gut Leidenhausen auf Fledermaus-Suche

Eil- Mit viel Wissen rund um die Fledermaus und einem Ortungsgerät im Gepäck, empfangen Sonja Woywod, Praktikantin am Umweltbildungszentrum, und Robert Schallehn, Geschäftsführer vom Umweltbildungszentrum, ihre Besucher auf dem Gut Leidenhausen.

Expertin für Fledermäuse, Sonja Woywod die aktuell Geografie studiert und ihre Bachelorarbeit über Fledermaus-Diversität in Zündorf schreibt, hält bevor es los geht ein kleines Briefing. Dreimal soviel Teilnehmer als erwartet, hören gespannt auf ihre Erklärungen zu den fliegenden Tieren der Nacht. Denn bevor es in den dunklen Wald geht, sind einige wichtige Dinge zu erläutern. Robert Schallehn ist Herr über den neu angeschafften Fledermausdetektor. Der Detektor macht die Ultraschallrufe der Fledermäuse für den Menschen erst hörbar. Die Jahreszeit sei perfekt, um Fledermäuse zu beobachten, denn die halten im Winter ihren Winterschlaf und sind dann wenig aktiv.

Dachböden, Baumrinden, Pflanzen und viele andere Rückzugsorte sind Verweilplätze für die "fliegenden Mäuse". Von den Verweilplätzen hat Leidenhausen viel zu bieten. In Deutschland gibt es etwa 20 Arten von Fledermäusen. Dreizehn davon sind in Köln beheimatet. Sieben verschiedene Arten haben ihr Zuhause in Leidenhausen, weiß Sonja Woywod.

Nach ein paar Erläuterungen geht es los. Zunächst über die nahegelegene Streuobstwiese. Hier empfängt Robert Schallehn die ersten Töne aus der Welt der Fledermauskommunikation und am Himmel zwischen ein paar hohen Bäumen fliegen die lichtempfindlichen Tiere auch schon in schnellem Tempo und sind nur Bruchteile einer Sekunde zu sehen. Hier sind wir nahe dem Bereich der Einflugschneise zum Köln-Bonner Airport.

Weiter geht es in den dunklen Wald entlang des Kurtenwaldbaches. In diesem nahezu lichtlosen Bereich können nur noch die Infrarotkameras und die Fledermäuse sehen.

Nun müssen auch die Taschenlampen eingeschaltet werden, denn am Boden lauern Stolperfallen wie Baumwurzeln und Geäst.

Zurück Richtung Streuobstwiese meldet der Detektor immer mehr Signale der Flugkünstler der Nacht. Im Wissen, sie seien da, geht es zurück zum Gut. (Robert Schmiegelt)

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
17. August 2018, 05:19
Autor
whatsapp shareWhatsApp

KOMMENTARE

Melde dich an, um dich zu beteiligen. Du hast noch kein Konto? Registriere dich jetzt!