Sag uns, was los ist:

  • 0Likes
  • 0Shares

Eine ganze Camping-Ausstattung aus dem Gebüsch

whatsapp shareWhatsApp

Eine ganze Camping-Ausstattung aus dem Gebüsch

Auch in diesem Jahr veranstalten die Groov-Paten ihre regelmäßigen Pflegetage der Freizeitanlage

Zündorf - Unter der Trauerweide am sogenannten Teehaus treffen sich die Ehrenamtler der Groov-Paten an diesem Vormittag. Auf dem Plan steht der erste Aufräumtag des Jahres. Eine regelmäßige Veranstaltung der Groov-Paten, mit einem Ziel: Müll und Verschmutzungen der Freizeitanlage zu beseitigen. "Beim Eingang in die Groov soll der Besucher ein schönes Bild haben. Kommt der Besucher mit der Fähre, sollte der Blick nicht direkt auf eine Müllhalde fallen", erklärt Andreas Bischoff, Vorsitzender des Vereins.

Über 160 Mitglieder zählen die 2007 gegründeten Groov-Paten inzwischen - allesamt zwischen acht und 87 Jahren. Die Aktiven hätten vor allem in den ersten Jahren viel Müll gesammelt, berichtet Bischoff. Sogar eine ganze Camping-Ausrüstung hätten sie einmal aus dem Gebüsch gezogen, so der Vorsitzende. Inzwischen habe sich die Lage gebessert. Finanziert wurde dies über Spenden, bezirksorientierte Mittel und aus Vereinsbeiträgen.

Der Verein ist auf das Rosenbeet an der Rheinseite der Groov-Brücke besonders stolz. Dies ist gegen Vandalismus gesichert. Die Bewohner an der Groov sind aufmerksam. Sie rufen den Verein an, wenn etwas auffällt. Gegebenenfalls muss die Stadt informiert werden, zu der der Verein ein gutes Verhältnis hat.

Der gesammelte Müll des Aufräumtages wird in rötlichen Säcken an den festinstallierten Mülleimern der Stadt abgelegt. Am Nachmittag werden die Müllsäcke von Mitarbeitern der Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln (AWB) abgeholt.

An der Groov sind viele Spaziergänger unterwegs und zeigen sich begeistert von der Aufräumaktion. Am Rosenbeet befreien Ursula Alexi und Borghilt Ließem mit Rechen und Schere die Rosenstöcke von Müll und Resten des Hochwassers. Sie sind vorsichtig, durch die Wintersonne tagsüber aufgewärmt, schauen die ersten Narzissentriebe hervor. Es kommt Hans-Jürgen Jung mit der Schubkarre vorbei, der hier seine Abholrunde macht. Schnell sammelt er den verpackten Müll ein. Das Beet lässt sich sehen. Von Verunreinigung kaum noch eine Spur.

Borghilt Ließem erinnert sich an einen spektakulären Fund vor zwei Jahren im Frühjahr. Nach Ablassen der oberen Groov, kam ein zirka drei Meter hoher Metallhaufen zum Vorschein. Hier wurden vorher Mopeds, Fahrräder, Stühle und Einkaufswagen in das Wasser gekippt.

Auf der Groov-Brücke sieht es mit der Verunreinigung ernster aus. Hier war alles unter Wasser. Der mit Steinen gepflasterte Überweg hat diesen durch die verklebten Reste von zirka fünf auf zirka zwei Meter verschmälert. Mit voller Kraft sind da drei kräftige Männer mit ihren Schaufeln am Werk. Bollerwagenverleiher Bernd Wyborny, Stefan Frenger und der kleine Jakob sorgen hier für Sauberkeit. "Ich bin Frühaufsteher", sagt Jakob, dem die Arbeit Spaß macht.

Für dieses Jahr sind an der Groov weitere Aktionen geplant: Am Kinderspielplatz soll ein Spielschiff gebaut werden. An den Kosten in Höhe von 170 000 Euro beteiligen sich die Groov-Paten mit 50 000 Euro. (Robert Schmiegelt)

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
02. März 2018, 05:46
Autor
whatsapp shareWhatsApp

KOMMENTARE

Melde dich an, um dich zu beteiligen. Du hast noch kein Konto? Registriere dich jetzt!