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Ein Hauch von Afrika

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Ein Hauch von Afrika

In St. Maximilian Kolbe fand am Dreikönigstag der traditionelle Afrikatag statt

Porz-Mitte- Ganz im Zeichen des weltweiten Afrikatages hielt Pastor Berthold Wolff seine Messe vor den Gästen in St. Maximilian Kolbe. Der Afrikatag wird weltweit in der Weihnachtszeit gefeiert und so auch im Erzbistum Köln am Tag der Erscheinung des Herrn, der wiederum mit den Heiligen Drei Königen verknüpft ist.

In der Messe wird erklärt, dass Papst Leo XIII. den Afrikatag 1891 ins Leben gerufen hatte. Die sogenannte Afrikakollekte ist die älteste Kollekte der Welt, die mit diesem Tag einhergeht. Damit sollte den grausamen Menschenjagden der Sklavenhändler auf dem afrikanischen Kontinent der Kampf angesagt werden. Heute dienen sie der direkten Unterstützung verschiedenster Humanprojekte in Afrika. Eine wichtige Rolle spielt noch heute der afrikanische Staat Tansania, der seit 1885 dem Schutzgebiet "Deutsch-Ostafrika" angehörte.

In der seit 57 Jahren eigenständigen Republik Tansania gehört fast alles, was materiell wertvoll ist, wie eine Eisenbahnlinie, Teile der Autobahn oder Minen für den Abbau von Rohstoffen, den chinesischen Firmen. Doch sie bringen meistens ihre eigenen Arbeiter mit. Somit geht auch der Gewinn nach China, wird in der Messe erläutert.

Umso mehr hat sich eine kleine Gruppe in St. Maximilian Kolbe die Partnerschaft mit der kleinen Tagaste-Berufsschule in Njombe im Süden Tansanias, zu eigen gemacht. Die Unterstützungsleistungen werden aus den Kollekten, dem Verkauf von Fairhandels-Produkten, den Kirchenfesten und den Erlösen aus den Weihnachtsmärkten gewonnen.

Im Anschluss an die Messe wurden alle Gäste zum Afrika-Café im Gemeindezentrum eingeladen. Sie konnten sich hier von der Projektarbeit überzeugen. Neben Tee und Kunsthandwerk aus Tansania gibt es Informationen rund um Land und Leute in dem ostafrikanischen Staat. Bilder und Neuigkeiten zur Tagaste-Partnerschule standen auf dem Programm.

Projektleiterin Peri Terbuyken erklärte, die wichtige Bedeutung der Unterstützung der kleinen Berufsschule, in der Automechaniker, Elektriker und Schneider ausgebildet werden.

75 Prozent der Bevölkerung in Tansania seien unter 30 Jahre, erklärte Terbuyken. Daher sei eine Ausbildung von Kindern und Jugendlichen existenziell, so die Projektleiterin. Nach den ersten sieben kostenlosen Jahren, müsse für die weitere Ausbildung bezahlt werden und dies können nur die Wenigsten dort.

Sechs Leute sind in der Gemeinde ehrenamtlich mit dem Projekt "Tagaste-Schule" befasst. Es werden regelmäßig auch Reisen in das Land Tansania angeboten und durchgeführt, an denen jeweils maximal 15 Personen teilnehmen können. Möglich machen dies die freundschaftlichen Beziehungen zur dortigen Berufsschule, so Terbuyken, die bereits viermal dort hingereist war.

Ereneus Mgimba, der die Tagaste-Berufsschule bis heute leitet und beständig weiterentwickelt, wurde durch den Arbeitskreis "Fairer Handel" in die Porzer Gemeinde im November eingeladen. Die nächste Reise nach Tansania soll 2020 durchgeführt werden. Anmeldungen liegen bereits vor.

Für die Hilfen aus Köln schreiben die Schüler und Lehrer im kleinen Faltblatt zur Tagaste-Schule "Asante sana", ein Herzliches Dankesschön auf Suaheli. (Robert Schmiegelt)

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Veröffentlicht
11. Januar 2019, 07:13
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