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Ein Dorf trauert um seine geliebte Gaststätte

Langel - Entsetzt reagierten viele Langeler Bürger, als sie von der Schließung der Gaststätte "Zur Alten Schmiede" hörten. Vor sechs Jahren hatte Martina Doufrain mit ihrer Familie das Lokal in der Lülsdorfer Straße übernommen und komplett mit viel Herzblut renoviert. Jetzt muss die Wirtin Martina Doufrain, nach 3jährigem Nachbarschaftsstreit und dem Urteil des Landgerichts Köln schließen, denn "Die mit dem Urteil verbundenen Auflagen, machen mir es unmöglich die Gaststätte noch wirtschaftlich zu betreiben". Bei Verstößen gegen diese Auflagen drohen der Wirtin im ungünstigen Fall Geldstrafen bis zu 280 000 EUR oder bis zu sechs Monaten Haft.

In dem Nachbarschaftsstreit ging es um den Geräuschpegel aus dem Biergarten, den Brauchtumsveranstaltungen und den Rauchern vor dem Eingang, also Emissionen, die teilweise durch die, zeitweise, heftig diskutierte Gesetzgebung begründet sind. Es ist schade und sicher auch nicht im Sinne der Gesetzgebung, dass, auf diese Weise dann Arbeitsplätze, Existenzen und auch das Brauchtum gefährdet wird. Ganz entschieden wehrt sich die Gastwirtin gegen die aufkommende Gerüchte, dass sie sowieso schließen müsste, weil sie "pleite" ist. Sie stuft diese Äußerungen als Verleumdung und üble Nachrede ein.

In dieser Situation wollten die Langeler ihre beliebte Wirtin nicht allein lassen und organisierten am Pfingstsonntag eine Sympathie-Demonstration. "Ich habe erst kurz zuvor davon erfahren und war mehr als überrascht, dass so viele Leute, es waren rund 400 Menschen mit Transparenten und Spruchtafeln, gekommen waren", erklärte Martina Doufrain.

Wie und ob es mit der "Alten Schmiede" weitergeht, ist derzeit noch absolut offen, aber über den Zuspruch durch die Langeler Bevölkerung freuten sich die Wirtsleute sehr.

Text & Fotos: K. H. Morkowsky

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
30. Mai 2015, 00:00
Autor
Rautenberg Media Redaktion