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Die Zeit nach der Brasseur-Kaserne

Das Areal nahe der Westhovener Aue entwickelt sich nach dem Wegzug der belgischen Streitkräfte nun zum Industriegebiet

Westhoven - Bereits im Juni 2006 wurde vom Rat der Stadt Köln ein Bebauungsplan für das Areal beschlossen. Inzwischen hat sich das Gebiet der ehemaligen Brasseur-Kaserne an der westlichen Seite der Kölner Straße in Westhoven nun gewandelt.

So sind Stichstraßen angelegt, erste Gebäude errichtet worden. Hierfür gibt es Regeln: Für das Gebiet wurde laut Bebauungsplan festgelegt, dass sich dort keine Einzelhandelsbetriebe ansiedeln dürfen. Autohäuser und produzierende Betriebe mit Verkaufsfläche für den Endverbraucher jedoch schon. Ebenso Handwerker.

Für die Begrünung des in einer Wasserschutzzone liegenden Areals wurde zudem eine Mindestmenge an Bäumen festgelegt. Auf öffentlichen Straßen so etwa ein Baum im Verhältnis zu drei Parkmöglichkeiten.

1995 - fast 60 Jahre nachdem der Bau einer Kaserne auf dem Gelände durch deutsche Streitkräfte gestartet wurde - verließen die belgischen Streitkräfte das rund 10 Hektar große Areal der Brasseur-Kaserne. Diese waren 1951 hier ansässig geworden und benannten auch den Stützpunkt: Kaserne Kwartier Adjutant Brasseur.

Durch diese langjährige militärische Nutzung musste vor der Erschließung des Geländes zunächst eine Kampfmittelräumung durchgeführt werden. Eine Wohnbebauung wurde durch eben diese Bodenbelastung nicht in Erwägung gezogen.

Aktuell ist das Areal noch in geringem Umfang bebaut. Noch wenige Unternehmen ansässig. So etwa eines für Innovationen in der Landwirtschaft. Alte Bodenplatten aus Beton, Zeitzeugen der vorherigen Nutzung, sind vielerorts noch präsent. Rund 6.500 Quadratmeter der insgesamt über vier Hektar großen Fläche sind aktuell, nach Angaben der Stadt, reserviert - drei Unternehmen hätten hier Kaufinteresse signalisiert.

Verfügt das von der Stadt vermietete Gelände - diese bietet im Industriegebiet Westhovener Aue über das Amt für Wirtschaftsförderung Gewerbegrundstücke in Größen zwischen 1000 und 3000 Quadratmetern an - doch über beste Verkehrsanbindungen: Die Straßenbahn der Linie 7 hat einen Halt gleich am östlichen Ende des Areals. Die Zufahrt für PKW und LKW erfolgt über die neu asphaltierte Armand-Peugot-Straße. Und auch der Anschluss zur Autobahn 4 liegt nur ein paar hundert Meter entfernt. (Lars Göllnitz)

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
02. Mai 2015, 00:00
Autor
Rautenberg Media Redaktion