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Die Veedelskultur muss gelebt werden

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"Die Veedelskultur muss gelebt werden"

Das Linder Dorffest geht in die zweite Runde

Lind- Die Neuauflage des Dorffestes auf dem neuen Dorfplatz Viehtrift / Ecke Im Bruch startet an diesem sonnigen Samstag in ein heiteres Vergnügen bei Kaffee und Kuchen, anderen Getränken und Würstchen vom Grill.

Dem 2. Linder Dorfplatzfest ging eine anspruchsvolle Vorbereitung voraus, sagt Joachim Humberg, der 1. Vorsitzende des Bürgervereins Wahn-Wahnheide Lind e.V.. Über die offizielle Anmeldung bei der Stadt hinaus, mussten Tische, Sitzbänke und Unterstellpavillons beschafft werden. Für die Kinder ist sogar eine Hüpfburg angemietet worden.

Unter wolkenlosem Himmel kommen nach und nach die Bürger zum Fest und da gibt es allerhand Austausch. "Wo, wenn nicht hier und besser geht es ja nicht", sagt eine Besucherin. Ausgelassene Diskussionen vor und hinter der Theke verleiten zum geselligen Lachen und Miteinander. Für das leibliche Wohl muss mit Marken bezahlt werden. Hier kommen die Gäste nicht an Hans Josten, dem Beisitzer des Bürgervereins an seiner Kasse vorbei. Geschäftstüchtig und immer für den Bürgerverein nimmt er auch gerne mal ein paar Eurocent mehr ein, denn die Gäste sind beim Kauf der Verzehrmarken hier und da spendabel und geben etwas mehr. Sie wissen um die Bedeutung ihres Vereins.

Gemeinsam bemühten sich bereits 1980 der Verein RV Diamant Lind e.V. und die SPD-Fraktion der damaligen Bezirksvertretung um einen Festplatz. Dies wurde seinerzeit von der Verwaltung abgelehnt. Das Thema wurde 2009/2010 wieder präsent und die SPD hatte sich vehement für die Schaffung eines Dorfplatzes eingesetzt. Das Bauen eines solchen Platzes mit Pflanzenbegrünung setze voraus, dass der Bürgerverein die Pflege übernehme. Andernfalls wäre der Dorfplatz der 3400 Linder Bürger ein steingepflasterter Platz geworden, erzählt Christian Joisten vom SPD-Ortsverein Porz-Südost.

Eine weitere Bedingung war der Einbau einer Bodenhülse für einen Weihnachtsbaum. Hierfür habe sich Kerstin Cantz aus der Nachbarschaft eingesetzt, sagt Joachim Humberg vom Bürgerverein. Jedes Jahr am zweiten Advent findet hier auf dem Platz ein kleiner Event mit Glühwein und Plätzchen um den Weihnachtsbaum mit seinen Geschenkpaketen statt. Die naheliegende Bäckerei, der Bürgerverein sowie die Linder Bürger unterstützen dies mit ihren Spenden.

Grünflächen würden heute nicht mehr ohne Weiteres von der Stadt erneuert, da dies zu pflegeintensiv sei, sagt Joisten. Somit habe sich der Bürgerverein bereit erklärt, die Patenschaft für den zirka 120.000 Euro teuren Platz zu übernehmen.

2017 war es nunmehr gelungen, dass die Linder Bürger zusammen mit dem SPD-Ortsverein Porz-Südost und dem Bürgerverein Wahn-Wahnheide Lind e.V. ihren Dorfplatz von etwa 350 Quadratmeter Größe einweihen durften. Die Bauzeit betrug etwa sechs Monate. Zuvor wurde das Stadtplanungsamt beauftragt, eine Bürgerbeteiligung auszurufen und somit konnte sich jeder zur Gestaltung einbringen und seine eigene Idee sozusagen direkt am Objekt einfließen lassen, so Humberg und Joisten.

Gemeinsam sind sich Beide einig. Im kommenden Jahr soll das gelungene Dorfplatzfest in seine dritte Runde gehen, denn "das dritte Mal ist dann ein Brauchtum und schließlich muss die Veedelskultur gelebt werden", sagt Joisten. (Robert Schmiegelt)

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Veröffentlicht
11. Mai 2018, 07:29
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