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Die Freiwilligen sind wichtig und wirtschaftlich

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"Die Freiwilligen sind wichtig und wirtschaftlich"

Die Freiwilligen Feuerwehren im Kölner Süden veranstalten einen gemeinsamen Übungstag

Wahn - In drei Gefahrenabwehrbereiche aufgeteilt, treffen sich alle Löschgruppen des Gefahrenabwehrbereichs 3, dem sogenannten Kölner Süden, zu einer gemeinsamen Übung. Hierzu gehören die Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehren aus Eil, Ensen-Westhoven, Heumar, Libur, Langel, Rodenkirchen, Urbach, Wahn, Wahnheide und Lind, zudem aus Zündorf. Ergänzt werden die Einheiten durch den Fernmeldedienst der Feuerwehr Köln aus Köln-Bilderstöckchen.

Bei sechs Übungsstationen mit Themenschwerpunkten quer durch die Feuerwehr, nehmen 115 Feuerwehrleute teil, von denen 25 (Übungsleiter, Logistikhelfer) flankierend dabei sind. Dabei herrschen Leistungsbedingungen mit Einzelbewertungen. Technische Unterstützung liefern etwa 30 Feuerwehrfahrzeuge inklusive eines Feuerwehr-Motorrads, so Alexander Kautz, Brandinspektor und Bereichssprecher der Freiwilligen Feuerwehren.

Der Sinn hinter den Übungsstationen liegt in der gleichzeitigen Wissensvermittlung. Im Kreisverfahren durchläuft jede Löschgruppe den gesamten Parcours, also ein komplexes rollierendes System. Die einzelnen Stationen werden durch extra abgestellte Beobachter begleitet. Das Ziel sei, so Branddirektor Lakenbrink, dass am Ende der Übung alle Einheiten alle Stationen durchlaufen haben.

Der Parcours bildet etwa das Übungsthema Brandbekämpfung ab. Hier wird die Innenbrandbekämpfung und die Menschenrettung geübt. Ein Gebäude wird unter Qualm gesetzt, indem die Feuerwehrtrupps Schläuche legen und diese unter Wasserdruck setzen. Hierbei kommt der Schwere Atemschutz zum Einsatz. Bei Außentemperaturen nahe der 30 Grad Celsius, eine besondere Herausforderung. Dazu gehört auch die Verlagerung von Personen auf einer Trage nach draußen mit anschließender Wiederbelebung.

Bei der Rettung von Personen aus höher gelegenen Stockwerken, wird an der Drehleiter geübt, über die die Freiwilligen Feuerwehren in Köln nicht verfügen. Als reine Schulungsstation, werden hier diverse Techniken und an Schwungrettungsgeräten geübt.

Auch kommen sehr teure Wärmebildkameras zum Einsatz. Unter nahezu echten Bedingungen werden mit Herstellerunterstützung die Feuerwehrleute an diese Technik herangeführt. Dabei werden Flüssigkeiten mit verschiedenen Substanzen auf ihre Temperaturen hin überprüft.

Die Erste Hilfe bildet einen weiteren Stopp im Parcours. Die Übungen werden von Notfallsanitätern durchgeführt.

Bei Starkregenfällen immer öfter im Einsatz sind Pumpen. Da die Unwetter zunehmen, ist hier die Technik im besonderen Maße gefordert. An dieser Übungsstation wird über Ansaugschläuche, Wasser umgepumpt und dabei die Methodik beispielsweise einer sogenannten Chiemseepumpe ausprobiert und erlernt. Nicht selten würden im Stadtgebiet alle 25 Wehren im sogenannten Vollalarm bei einem Unwetter alarmiert, so Lakenbrink.

Zum Schluss der Übung steht eine Teamaufgabe auf dem Programm. Hierbei werden die Zusammenarbeit, der Zusammenhalt und das Einsatzreichtum getestet. Auf dem nahegelegenen Sportplatz müssen die Teams unter Zeitabnahme verschiedene feuerwehrtechnische Aufgaben lösen.

Für die nicht öffentliche Übung hat die Bundeswehr ihr Gelände der Luftwaffenkaserne Wahn zur Verfügung gestellt. Stefan Lakenbrink, Branddirektor und Abteilungsleiter des Abschnitts 3 der Berufsfeuerwehr, erklärt den Ablauf der Übung: Alle zwei Jahre werde so eine (Die Übungen dienen gleichzeitig als Vorbereitung und Nachweis über die Leistungsfähigkeit nach dem Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz NRW. Alle Kräfte sind hier im feuerwehrtechnischen Dienst voll ausgebildet.

"Die Kosten liegen etwa bei Fünftausend Euro", erklärt Lakenbrink. Hierbei sind die ideellen Kosten nicht inbegriffen, da mehrheitlich die Ehrenamtler in den teilnehmenden Feuerwehren ihre Freizeit hierfür zur Verfügung stellen. "Außerdem sind die Freiwilligen wichtig und wirtschaftlich, da Tätigkeiten, die personalintensiv und langanhaltend sind, durch die Berufsfeuerwehr nicht so gut abgedeckt werden können", fügt Lakenbrink hinzu.

Die Vorbereitungen bei einer Vorlaufzeit von mehreren Monaten, hatte Stephan Kastner vom Amt für Feuerschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz bei der Stadt Köln mit seinem Planungsteam getroffen.

Die Sicherheit der Kölner Bürger beim Brandschutz liegt der Stadt Köln am Herzen. Hierfür sorgen die Berufs- und freiwilligen Feuerwehren mit ihren zahlreichen Ehrenamtlern. Im Stadtgebiet Köln leisten 736 Feuerwehrleute ihren Dienst, darunter 42 Feuerwehrfrauen. Wie wichtig die Freiwilligen Feuerwehren für das Stadtgebiet sind, zeigen 27.544 alarmierte Einsätze im Jahre 2017 bei den 25 freiwilligen Löschgruppen Kölns. (Robert Schmiegelt)

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
15. Juni 2018, 04:46
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