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Die Elsdorfer stellten am 1. Mai wieder ihren Maibaum auf

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Die Elsdorfer stellten am 1. Mai wieder ihren Maibaum auf

Elsdorf - Alljährlich gerne erwartet, gefeiert, getanzt, das ist der Mai.

Mit diesem Monat geht für viele Gebiete in Deutschland eine Tradition einher, wie auch in Elsdorf, die sich ganz besonders viel Mühe mit ihrem Maibaum geben. Der Maibaum als Fruchtbarkeitssymbol, dass die Natur daran erinnern soll, sich nach dem Winter üppig zu entfalten, so die allgemeine Betrachtung zu diesem Brauch.

Freundlich strahlende Farben von Girlanden und Bändern in den jungen Zweigen, aus denen bereits die ersten grünen Blätter gesprießt sind, unterstützen es, aus dem Grün eine farbenfrohe Pracht entfalten zu lassen.

Das Bebändern übernehmen die Kinder. Nach Anleitung der Eltern wird unermüdlich geknotet, gewickelt und geschnürt. Hoch oben in den Wipfeln der 21 Meter hohen Birke, sollen die farbigen Girlanden schließlich auch bei Wind noch von weitem zu sehen sein.

Unter dem Motto "Wiedersehen, Kennenlernen, Feiern, Spaßhaben", werden auch dieses Jahr wieder zirka 200 Besucher auf dem Dorfplatz Gilsonstraße erwartet. Bei Getränken, Waffeln und Würstchen können sich die Besucher das Geschehen gemütlich von der Seite aus anschauen. Zudem gibt es wieder das Ratespiel, wie hoch der Maibaum wohl ist.

Zwei Traktoren jeweils aus der Siebentonnen-Klasse bewerkstelligen das Spektakel technisch. Die zwei erfahrenen Ingenieure Konrad Klein und Michael Druckenmüller sind dafür zuständig, dass auch alles passt, sitzt und vor allem sicher ist. Als der Maibaum sicher aufgestellt ist, begrüßen dies Hardy Kranz, der Sprecher der Dorfgemeinschaft, und Henk van Benthem, Bezirksbürgermeister von Porz. Sie bedanken sich bei allen Helfern.

Stephan Demmer, Elsdorfer und Vorstand des Festausschusses Porzer Karneval, erzählt aus technischer Sicht, wie früher der Maibaum im Boden in einer Hülse verankert wurde. "Das Aufstellen eines etwa 1,5 Tonnen schweren und teilweise bis 25 Meter hohen Baumes war sehr schwer und unfallträchtig.

Heute wird durch eine besondere Konstruktion am Boden, der Baum liegend in eine Hülse manövriert, mit der durch einen Kippmechanismus der Baum einfacher aufgestellt werden kann."

Zum Organisatorischen erläutert Demmer, dass die Veranstaltung aus einer Dreieinigkeit, bestehend aus der Dorfgemeinschaft, den Fidelen Elsdorfern und den Seifenkistenfreunden organisiert wird.

Hardy Kranz erinnert sich an die Zeit des Entstehens dieses Brauchtums in Elsdorf. Dabei blickt er zurück auf die 60er-Jahre, als das Maibaumsetzen noch die Jugend gemacht hatte. Damals mussten die Maibäume noch vor dem Konkurrenten aus Libur bewacht werden. Gegenseitig wurde nämlich versucht den Maibaum zu stehlen. Seit etwa 25 Jahren kümmert sich die Elsdorfer Dorfgemeinschaft um das Aufstellen des Baumes, der auch in diesem Jahr wieder bis zum 31. Mai stehenbleiben wird.

Vor dem ersten Advent wird der Elsdorfer Dorfplatz wieder mit einem Baum geschmückt sein. Mit einem Tannenbaum nämlich wird dann in Elsdorf die Weihnachtszeit eingeläutet. (Robert Schmiegelt)

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Veröffentlicht
03. Mai 2019, 03:09
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