Sag uns, was los ist:

  • 0Likes
  • 0Shares

Der Club für Wasserport Porz (CfWP) krant aus

whatsapp shareWhatsApp

Der Club für Wasserport Porz (CfWP) krant aus

"Die neuen Schiffe sind viel empfindlicher"

Zündorf - Mit Beginn des Frühlings wird es Zeit zum Platzwechsel. Die Schiffe verlassen ihr "Winterquartier" beim "CfWP". An diesem Samstagmorgen steht ein 200 Tonnenkran bereit, um Schiff für Schiff vom Gelände heraus in das Hafenbecken an der Groov zu heben.

Am Hafen, der seit 1975 an der Groov besteht, stehen Clubangehörige bereit, um die "hereinschwebenden" Schiffe punktgenau zu justieren und zu Wasser zu lassen. Schließlich müssen an diesem Tag alle kommen, deren Boote im Wasser in die Sommersaison starten sollen.

Der erste Vorsitzende des Vereins, Dr. Markus Schüler erklärt um das jährliche Einkranen, wie es sich in der Fachsprache nennt. Im Hafen, der nach dem letzten Hochwasser teilweise ausgebaggert werden musste, stehen normalerweise zirka 90 Boote bei 107 Liegeplätzen insgesamt.

Alle Boote, die nicht "getrailert" werden können, müssen mit dem Kran gehoben werden und das fängt bei zirka drei Tonnen Gewicht an. Die schwersten Boote wiegen zirka elf Tonnen, so Schüler. Das Wasser muss für das "Einkranen" mindestens zwei Meter Pegel aufweisen.

Das heutige "Einkranen" wird durch einen Zwischenfall unterbrochen. Beim Abheben eines tonnenschweren Segelbootes von einem Trailer am PKW, rutschen die Trageseile an der Unterseite des Bootes ab und dies fällt aus etwa einem Meter Höhe auf den Trailer zurück. Schiff und Trailer werden dabei schwer beschädigt.

In den Wintermonaten werden die Schiffe gesäubert, lackiert und Sommer- oder besser Wasserfest gemacht. Wenn die Kapitäne mit ihren Schiffen ins Ausland zum Beispiel in das Mittelmeer fahren, machen sich "Unter Kiel" der Schiffe viele Lebewesen heimisch und die werden mit zurückgebracht. So gibt es hier Tierarten, die den Heimischen große Schwierigkeiten machen. Vor allem setzen den Schiffen verschiedene Muschelarten zu. "Das führt oft dazu, dass unsere Schiffe manövrierunfähig sind", so Schüler. Ein Grund dafür ist auch die Herabsetzung der giftigen Stoffe in den Farben. Die Farben sind heute dadurch anfälliger geworden. Außerdem sind die neuen Schiffe durch ihre dünnere Außenhaut viel empfindlicher, sagt Schüler. Da muss der Tragegurt des Krans sehr genau angelegt werden.

Die Saison endet im Oktober und dann geht es zurück ins Winterquartier und der große Kran muss erneut anrücken. (Robert Schmiegelt)

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
20. April 2018, 06:00
Autor
whatsapp shareWhatsApp

KOMMENTARE

Melde dich an, um dich zu beteiligen. Du hast noch kein Konto? Registriere dich jetzt!