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Allen gemeinsam ist das Engelssymbol

Allen gemeinsam ist das Engelssymbol

Die Künstler Gregor Merten und Carmen Dietrich verlegen auch in Porz-Mitte eine Bodenplatte für Toleranz und ein friedliches Zusammenleben - auch die Religionsgemeinschaften feiern zusammen

Porz-Mitte - Der Platz habe nur darauf gewartet, dass die Intarsie in seiner Mitte verlegt werde, zitiert Christian Joisten vom Arbeitskreis des Kinder Abrahams die beiden verantwortlichen Künstler. Für die Burscheider Künstler Gregor Merten und Carmen Dietrich ist das Verlegen der Bodenplatte auf dem Platz vor dem Porzer Bezirksrathaus keine Premiere.

Unter dem Motto "Engel der Kulturen" haben beide bereits mehrfach ähnliche Platten in den Boden eingebracht - etwa in Köln-Mülheim, aber auch in Essen und Augsburg, zudem in Thessaloniki oder auch Belgrad.

In Porz-Mitte wird die Verlegung mit einem Fest der Kulturen und reichlich Programm drumherum gefeiert. Etwa drei symbolischen Verlegungen von temporären Bodenplatten aus Sand an der Kirche St. Josef, an der Moschee und an der Bennauerstraße. Das prägende Symbol der Intarsie ist immer gleich: Ein Kreis mitsamt drei Religionssymbolen und einem dadurch geformten Engel.

"Der Tag ist ein absoluter Volltreffer", so Künstler Gregor Merten. Viele Besucher strömen zum Fest der Kulturen und wohnen der Verlegung der Platte bei. "Nur so macht es Sinn. Wenn es von euch mit getragen wird", so Merten.

Die Botschaft ist klar. Es geht um Empathie, miteinander reden, Toleranz, Respekt und gegen Ausgrenzung. Viele Ansprachen auch mit ernstem Hintergrund habe es an den drei Station in Porz-Mitte gegeben, berichtet Künstlerin Carmen Dietrich. Die Situation sei momentan nicht ganz so einfach.

"Wir wollen in vielen Städten zeigen, dass man friedlich zusammen leben kann. Auch, wenn das nicht immer einfach ist", weiß auch Gregor Merten. Zusammen mit freiwilligen Helfern verlegt er die zuvor in Lüdenscheid gegossene Intarsie. Die für den nächsten Standort im hessischen Mörfelden bereitet er indes in Porz-Mitte vor.

Neben Musik, Tanz und kulinarischen Angeboten ist das ein Programmpunkt des Festes der Kulturen - organisiert vom katholischen Familienberatungszentrum in Porz und dem Arbeitskreis der Kinder Abrahams, dem die lokalen Religionsgemeinschaften angehören.

Im Dezember soll eine Kunstausstellung im Rathaus noch einmal das Thema aufgreifen, berichtet Gastgeber Norbert Becker, Leiter des Bezirksamtes. Schon zum Fest selbst haben Kindertagesstätten, Schulen und andere Einrichtungen sich kreativ mit dem Motto "Engel der Kulturen" auseinandergesetzt. Auf einem Bild von Schülern der Klasse 6a am Lessing-Gymnasium heißt es so etwa: "Es kommt auf den Charakter an - nicht auf die Religion." (Lars Göllnitz)

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Veröffentlicht
01. Juni 2018, 04:43
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