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"Achtung bitte, ein Zug fährt durch"

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"Achtung bitte, ein Zug fährt durch"

Die Interessengemeinschaft "N-Bahner Köln" veranstalteten eine Modelleisenbahnausstellung mit Verkaufsbörse

Ensen- Gleich an zwei Tagen heißt es, "Vorsicht an der Bahnsteigkante, ein Zug fährt durch". Mit einer Premiere hatten die "N-Bahner Köln" zu einer Ausstellung und Verkaufsbörse der besonderen Art in das St. Sebastian Schützenheim eingeladen.

In verschiedenen Spurweiten präsentieren sich die Nachbildungen der großen Eisenbahnen. Die im Jahre 2011 gegründeten "N-Bahner Köln" nutzen die sogenannte Nenngröße N, die mit einem Maßstab 1:160 und neun Millimeter Spurweite so ziemlich alles naturgetreu abbildet, was vorstellbar ist. Die Liebe zum Detail zeichnet die Modelleisenbahnfreunde aus, die viel Freizeit in ihr Hobby stecken und alles selbst finanzieren.

Da stehen Autos an den geschlossenen Schranken. Auf Bahnsteigen stehen Leute, die einen Koffer bei sich tragen. Andere trinken etwas und ein Dritter hebt die Hand nach oben. Dann gibt es Weinbauern im Weinberg oder Besuchergruppen auf einer Burg. Allesamt sind Miniaturausgaben von echten Menschen in den entsprechenden Maßstäben.

Gespannt stehen die Clubmitglieder am Gleis und beobachten genau, was heutzutage vielfach bereits die Technik übernimmt. Mit intelligenten Steuerungen fahren die Bahnen wie in Wirklichkeit. Da zeigen Signale an, was nun an der Strecke erlaubt ist und was nicht. Selbst die Autos fahren induktionsgesteuert von selbst.

Eine kleine Landschaftswelt hat auch Hans-Georg Kunze mit seiner Nenngröße Z in einem Maßstab von 1:220 und einer Spurweite von 6,5 Millimetern ausgestellt. Er ist stolz auf die Abbildung zum Beispiel des kleinen Blockstellwerks Posten 113 am Kilometer 544 an der Rheinstrecke. Nur zwei Zentimeter breit mit brennendem flackerndem Ofenlicht und millimeterklein. Das Haus des Stellwerks steht noch heute dort, sagt Kunze.

Auf der Gemeinschaftsanlage wird ein deutsches Mittelgebirge dargestellt, erklärt Klaus Schneider. Teilweise Phantasie aber auch echte Abbildungen stehen hier. Styrodur, Sand und Leim sind die Hauptwerkstoffe für das Herstellen von solchen Hügellandschaften. Da fährt ein Güterzug durch die Weinberge mit kleinen Straußenwirtschaften und einer Kirche. Im Bahnhof von Moritzburg warten Züge auf ihre Weiterfahrt mit vielen Reisenden auf den Bahnsteigen.

So nah am Vorbild, wie es nur geht, beweist Gerd Otto, der sich auf Metalle spezialisiert hat. Ein großer Hebekran auf zwei Laufschienen verlädt Metallschrott oder eine Badewanne liegt im schrottreifen Metall. Täuschend echt und in Handarbeit gefertigt.

Mit sechs verschiedenen Anlagen in verschiedenen Spuren präsentieren sich die Hobbyeisenbahner, sagt Klaus Schneider, der zusammen mit Peter Engelmann zu den Verantwortlichen der N-Bahner gehört. Drei Stunden Zeit investiert Klaus Schneider in sein Hobby pro Woche. "Das kann auch schon mal mehr sein", sagt er. Eine wichtige Größe sind die Partner zu Hause, denn ohne die wäre das Ganze gar nicht möglich. Sie kümmern sich beispielsweise um Verpflegung bei Ausstellungen wie diese oder halten den Eisenbahnfreunden den Rücken frei, freut sich Schneider. (Robert Schmiegelt)

Ort
Veröffentlicht
21. September 2018, 03:44
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