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Dem Gesprächspartner auch zuhören können Im Wahner Maximilian-Kolbe-Gymnasium fand das Schulfinale des Wettbewerbs "Jugend debattiert" statt - die zwei Sieger reisen nun zur nächsten Runde nach Bonn Wahn - Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Überzeugungskraft und Gesprächsfähigkeit. Vier Eigenschaften, die auch im täglichen Leben hilfreich sein können. Im Speziellen aber auch beim bundesweiten Wettbewerb "Jugend debattiert". Mit Valentin, Achim, Vivien und Lukas standen am Maximilian-Kolbe-Gymnasium (MKG) nun die jeweiligen Klassensieger der neunten Jahrgangsstufe zum großen Finale auf der Bühne - nächste Station für die beiden Ersten: das Landesfinale in Bonn, wie Lehrerin Maria Helmis erzählt. Sie ist die die Koordinatorin von "Jugend debattiert" an der Schule. "Wir sind froh, dass wir so fordern und auch fördern können", erklärt Helmis. Begabte Schüler würden gefördert, gleichzeitig aber auch die eher etwas zurückhaltenden aus der Reserve gelockt. Das Prozedere ist dabei immer gleich: Zehn Tage vor dem Debattieren bekommen die Schüler ein Thema mitgeteilt. Dann gilt es sich vorzubereiten. Am Tag der Debatte wird gelost, wer pro und wer contra argumentieren darf. Auf der Bühne gibt es dann eine kurze Eröffnungsrede, eine freie Aussprache und ein Abschlusstatement. Danach bewertet eine Fachjury die Leistungen und gibt konstruktives Rückmeldung. "Uns hat gefallen, dass du gut zugehört hast", bekommt so etwa Lukas von der Jury zu hören. Gerade das sei eine Schlüsselqualifikation, weiß Lehrerin Helmis, die auch sogenannte Juniorwahlen an der Schule koordiniert. Diese finden jeweils vor realen Wahlen statt und schulen ebenfalls demokratische Ideen und die Meinungsbildung. "Unser Lehrer haben uns vermittelt, dass diese Fähigkeiten auch später im Leben wichtig sein werden", so Schüler Valentin. Debattenthema beim Schulfinale am MKG ist die Frage nach der Notwendigkeit eines Schulfaches zur praktischen Lebensführung. Hier überzeugen die Jury letztlich am meisten Lukas und Valentin. Beide reisen nun zum Landesfinale. Am Maximilian-Kolbe-Gymnasium nehmen Schüler der neunten Klasse am Wettbewerb teil - vorbereitet werden sie im Fach Deutsch. Wobei das Debattieren nicht an das Schulfach geknüpft sei, findet Maria Helmis. "Ziel ist es, das Thema breit in der Schulgemeinschaft zu streuen. Auch das Fach Politik ist zum Beispiel geeignet", so Helmis. (Lars Göllnitz)
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