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Neuroonkologisches Symposium in Köln

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Hirntumorexperten stellen innovative Therapiekonzepte vor

Köln/Leipzig. Am Samstag, dem 13. Mai findet der jährliche, überregionale Hirntumor-Informationstag statt. Veranstalter ist die Deutsche Hirntumorhilfe. Die gemeinnützige Organisation lädt dieses Mal interessierte Ärzte, Pflegepersonal, Patienten und Angehörige von 9 bis 19 Uhr an die Universität nach Köln ein.

Im Mittelpunkt des Symposiums stehen aktuelle Ergebnisse klinischer Studien sowie die Zukunft der Hirntumortherapie. Auch etablierte Behandlungsoptionen in der Neuroonkologie und supportive Maßnahmen sind Teil des vielfältigen Vortragsprogramms. Renommierte Experten, unter anderem Prof. Guido Reifenberger aus Düsseldorf, Prof. Uta Schick aus Münster und Prof. Christian Erich Elger aus Bonn decken mit ihren Referaten das gesamte Spektrum der Neuroonkologie ab und geben einen Überblick zu neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Hirntumorforschung.

Bei Podiumsdiskussionen und in persönlichen Gesprächen mit den Referenten haben die Teilnehmer der Veranstaltung zudem die Möglichkeit, individuelle Fragen zu klären. Im Anschluss an die fachlichen Vorträge bietet sich Patienten und Angehörigen die gern genutzte Gelegenheit, mit anderen Betroffenen in Kontakt zu treten, Tipps zur besseren Bewältigung der Erkrankung auszutauschen und eigene Erfahrungen zu teilen.

Das Symposium verschafft auch Ärzten und medizinischem Personal einen ausführlichen Überblick zu aktuellen Therapiekonzepten sowie neuesten Forschungserkenntnissen und kann als kompakte Fortbildungsmöglichkeit genutzt werden. Hierzu wurden bei der Ärztekammer Nordrhein 8 CME-Punkte beantragt.

Mit mehr als 400 erwarteten Teilnehmern ist die ganztägige Informationsveranstaltung einzigartig im deutschsprachigen Raum. Eine Anmeldung ist bis zum 5. Mai möglich. Weitere Informationen finden sie unter http://www.hirntumorhilfe.de.

40. Hirntumor-Informationstag in Köln

Samstag, 13. Mai von 9 bis 19 Uhr

Registrierung / Einlass ab 8.30 Uhr

Universität zu Köln, Hörsaalgebäude 105

Hörsaal A1, Universitätsstraße 35, 50931 Köln

Tagungspauschale: 30 Euro für Mitglieder, 50 Euro für Nichtmitglieder inklusive Verpflegung

Anmeldung:

Deutsche Hirntumorhilfe e.V.

Veranstaltungsbüro

Tel.: 0341/590 93 96

E-Mail: info@hirntumorhilfe.de

Hintergrundinformationen:

Tumoren des Gehirns und des Rückenmarks stellen sowohl Mediziner als auch Betroffene vor besondere Herausforderungen. Vor allem die aggressiven, bösartigen Formen gehören zu den schwer zu therapierenden Krebserkrankungen. Die Patienten haben eine sehr schlechte Prognose und gelten bis heute als unheilbar. Da die Tumoren sich noch dazu in der „Schaltzentrale" des Organismus befinden, ergeben sich daraus zusätzliche Probleme im Vergleich zu anderen Tumorerkrankungen. Operationen und die Behandlung mit Strahlentherapie bergen immer die Gefahr, wichtige Funktionen des Gehirns zu beeinträchtigen und erfordern eine auf den Patienten individuell abgestimmte Therapie. Zwar konnten in den letzten Jahren dank neuer Medikamente, genauerer Bestrahlungstechniken und exakterer Operationsmethoden bereits Fortschritte in der Behandlung von Hirntumoren erreicht werden, weitere Verbesserungen der Therapie hängen aber auch entscheidend von einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche und der stärker forcierten Entwicklung innovativer Behandlungskonzepte ab.

Prof. Dr. med. Guido Reifenberger ist Leiter des Instituts für Neuropathologie am Universitätsklinikum Düsseldorf. Er zählt zu den weltweit renommiertesten Neuropathologen und wurde 2017 mit dem Deutschen Krebspreis ausgezeichnet. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt in der Erforschung der molekularen Ursachen von Hirntumoren bei Kindern und Erwachsenen.

Prof. Dr. med. Christian Erich Elger, Leiter der Universitätsklinik für Epileptologie in Bonn, ist mehrfach ausgezeichneter Neurowissenschaftler und ausgewiesener Experte in der Erforschung und Behandlung einer der häufigsten Begleiterkrankungen bei Hirntumoren. Sein Schwerpunkt liegt neben der klinischen auch in der experimentellen Epilepsieforschung.

Professorin Dr. med. Uta Schick ist Leiterin der Klinik für Neurochirurgie am Clemenshospital Münster. Die Autorin zahlreicher Beiträge zu neurochirurgischen Verfahren in internationalen Lehr- und Standardwerken verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der Schädelbasis- und Augenhöhlenchirurgie. Besondere Expertise besitzt sie zudem in der Kinderneurochirurgie.

Deutschlandweit erkranken jährlich etwa 7.000 Menschen neu an einem primären bösartigen Hirntumor, die Zahl der Patienten mit Hirnmetastasen infolge von Lungenkrebs, Brustkrebs oder anderen Krebsleiden ist ungleich höher. Die Deutsche Hirntumorhilfe hat sich seit 1998 als zentrale Anlauf- und Kontaktstelle für Betroffene etabliert. Mit dem Hirntumor-Informationstag bietet die gemeinnützige Organisation zweimal im Jahr ein Forum zum Austausch für Betroffene, Angehörige und Experten. Alle Projekte und Aktivitäten des Vereins werden ausschließlich durch private Spenden und Zuwendungen finanziert.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.hirntumorhilfe.de

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
29. April 2017, 00:00
Autor
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