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Eine Prise Abenteuerluft

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Eine Prise Abenteuerluft

Pfadfindertag in der Flehbachaue

"Nie Ohne Seife Waschen", die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: Selbst die meisten der kleineren Gäste wussten diese Merkregel für die vier Himmelsrichtungen.

Wo auf einer Karte Norden ist, welche Seite der Kompassnadel dorthin zeigt und wie man die Karte richtig einnordet, war aber schon schwieriger. "Karte und Kompass benutzen wir tatsächlich, wenn wir auf Fahrt gehen", erläutert die 16-jährige Caramel, die ihren Pfadfindernamen ihren leckeren Lagerrezepten verdankt. "Wenn man mit schweren Rucksäcken auf dem Rücken keinen Handyempfang hat oder gar der Akku leer ist, wäre das Risiko einfach zu groß, weite Umwege laufen zu müssen".

Die Sirius-Pfadfinder hatten zu ihrem Tag der offenen Jurte an die Flehbachaue in Brück eingeladen. Jurten sind die großen Gemeinschaftszelte, in denen man ein Lagerfeuer machen kann. Bei Zeltlagern wird darin gemeinsam gegessen und gesungen, und auch hier konnten Kinder und ihre Eltern selber Stockbrot backen. Sicher war manches Erstlingswerk außen recht dunkel und innen noch nicht durchgebacken - aber mit Stolz auf das selbstgebackene Brot und gewürzt mit einer Prise Abenteuerluft schmeckte es einfach köstlich. Die Meutenführungen - so heißen bei den Pfadfindern diejenigen, dies sich um die sieben bis elf Jahren alten "Wölflinge" kümmern, mit ihnen in den Gruppenstunden und bei Zeltlagern toben, spielen oder singen - kamen kaum mit der Teigproduktion nach.

So gestärkt, konnten die Kinder und Jugendlichen die Gelegenheit nutzen, unter Aufsicht zu Schnitzen oder neue Knoten zu erlernen. Dass solche typischen Pfadfinderfertigkeiten auch heute noch gebraucht werden, zeigte sich bei dem selbstgebauten Holzkarussell, bei dem es am Samstag richtig rund ging. Das zerlegbare Karussell kommt ohne eine einzige Schraube aus. In den letzten Gruppenstunden hatte die Pfadfinderstufe - so heißen die 11- bis 16-Jährigen - es selbst gebaut. Finanziell ermöglicht wurde dies durch die gemeinnützige "Stiftung Pfadfinden", die innovative, zukunftsweisende und kreative Projekte im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder fördert.

Nach den ganzen Attraktionen und satt gefuttert an Stockbrot ließen sich so manche kleine oder auch größere Gäste den Fahrtwind um die Nase wehen.

Bis in den frühen Abend war ordentlich Betrieb an der Flehbachaue. Nachdem alle Aktivitäten und das Karussell abgebaut waren, hockten sich die Jungen und Mädchen noch eine Weile an das Lagerfeuer in der Jurte, um zu singen. Das gemeinsame Singen mit anderen Pfadfindern auf dem anstehenden Pfingstlager will schließlich geübt sein. Immerhin nehmen daran meist mehr als 500 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus NRW teil.

Wer keine Gelegenheit hatte, die Pfadfinder kennenzulernen, kann dies nachholen:

Jeden Mittwoch von 16.30 bis 18 Uhr treffen sich die Wölflinge (etwa sieben bis elf Jahre), von 18.15 bis 20.15 Uhr die Pfadfinder (bis etwa 16 Jahre). Das Schnuppern in den Gruppenstunden ist kostenlos möglich. Interessierte melden sich unter lagerfeuer@stamm-sirius.de

oder telefonisch unter 0221 2401839.

Weitere Informationen gibt es unter **http://www.stamm-sirius.de.

**

*Fotos: Kuck

Ort
Veröffentlicht
31. Mai 2019, 03:08
Autor
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