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Förderrichtlinie zur Altbausanierung und Energieeffizienz erstellt Die Kölner Stadtverwaltung hat in den vergangenen Monaten ein Konzept für ein städtisches Förderprogramm zur „Altbausanierung und Energieeffizienz – klimafreundliches Wohnen“ erstellt, um den Klimaschutz in Köln voranzubringen. Die Ratsvorlage mit der Nummer 3520/2017 wurde am heutigen Montag, 26. Februar 2018, von Oberbürgermeisterin Henriette Reker schlussgezeichnet und wird nun in die politische Beratung eingebracht. Der Rat hat bereits mit der Bereitstellung von einer Million Euro im Haushaltsplan 2018 die Voraussetzung für ein kommunales Förderprogramm zur Altbausanierung und Energieeffizienz geschaffen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Die Erfahrungen aus anderen Städten zum Klimaschutz zeigen, dass ein kommunales Förderprogramm ein starker Hebel zur Umsetzung von anspruchsvollen energetischen Zielen im Bereich der Gebäudesanierung sein kann. Ich erhoffe mir hierdurch einen wertvollen Beitrag zur CO2-Reduzierung in Köln. Um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern, ist es erforderlich, in den Klimaschutz zu investieren. Doch Erfolg haben wir nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, die wir nun besonders für das Thema Energieeffizienz gewinnen wollen.“ Ziel des kommunalen Förderprogramms ist es, den Bürgerinnen und Bürgern einen Anstoß für die energetische Altbausanierung zu geben. Durch das Förderprogramm sollen Investitionsanreize geschaffen werden, Gebäude durch Maßnahmen zu sanieren und den Verbrauch von fossilen Energieträgern zu vermindern, die in ihrem Ergebnis die Emissionen (zum Beispiel CO2, NOx, Feinstaub, Lärm) in Köln in den kommenden Jahren senken werden. Dank der Bezuschussung und des Beratungsangebotes können vorhandene Hemmnisse, wie zum Beispiel die eigene finanzielle Möglichkeit oder baulich-technische Barrieren, verringert werden und neben der erforderlichen Verringerung der Emissionen einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftsförderung, zur nachhaltigen Stadtentwicklung, zur Steigerung des Lebens- und Arbeitsraums und der Gesundheit sowie eines Imagegewinns der Stadt Köln geleistet werden. Das städtische Förderprogramm soll die Bandbreite der existierenden Sanierungsförderungen von EU, Bund und Land erweitern und so ein Ineinandergreifen dieser gewährleisten. Hierdurch sollen Lücken der aktuellen Fördermittelstruktur in Deutschland geschlossen beziehungsweise weitere Anreize unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten (sozial-kulturelle und wirtschaftliche Aspekte) und der Erzielung höherer Standards, zum Beispiel über die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV), geschaffen werden.
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(Köln) Wie der Kölner Stadtanzeiger heute berichtet, ist eine volle Nutzung der Ehrenfelder Großmoschee noch lange nicht in Sicht. Dies hat der Kölner Kommunalpolitiker der Freien Wähler Torsten Ilg zum Anlass genommen, seinen Vorschlag für eine „übergangsweise Nutzung“ des Ehrenfelder Gebäudekomplexes zur Unterbringung von Flüchtlingen prüfen zu lassen. Allerdings nur auf freiwilliger Basis und wenn der muslimische Betreiber der Gemeinde dies ausdrücklich vorschlägt. „Ich habe bereits in der Bezirksvertretung Rodenkirchen nach möglichen Nutzungsmöglichkeiten von Gebäuden der muslimischen Gemeinden gefragt. Also auch Gebetsräume und Moscheen. Bislang blieben entsprechende Anfragen unbeantwortet. Inwieweit die Ehrenfelder Moschee infrage käme weiß ich nicht. Allerdings wurde ja eine „Teil-Inbetriebnahme“ vom Betreiber der Moschee bereits angekündigt. Ich gehe davon aus, dass man das Gebäude aus rechtlicher Sicht durchaus nutzen könnte.“ Das fünfstöckige Gebäude soll ca. 1..200 Gläubigen Platz bieten. Neben den Gebetsräumen sind im Gebäudekomplex auf rund 16.500 m² Nutzfläche eine Bibliothek, Schulungs- und Seminarräume, Flächen für Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe und eine Tiefgarage vorgesehen. Derzeit wird nur ein Bruchteil dieser Fläche wirklich genutzt. Gleichzeitig ist die Stadt Köln angesichts der großen Flüchtlingskrise kaum noch in der Lage, ausreichend Wohnflächen für alle Menschen bereit zu stellen. Ilg fand bislang wenig Unterstützung für seinen Vorstoß: „Wir kommen nicht umhin, Zwischenlösungen in Betracht zu ziehen. Leider fehlt den etablierten Parteien im Rat der Stadt Köln, aber auch in den Bezirksvertretungen der Mut, diese Hilfe auch von Kirchen und anderen Glaubensgemeinschaften abzuverlangen. In Oberhausen und anderen Städten gibt es bereits Kirchen, die mit gutem Beispiel voran gehen und sogar in Gotteshäusern Flüchtlinge einquartieren.“ Wie der Stadtanzeiger berichtet, ist über sechs Jahre nach der Grundsteinlegung der Gebetsraum immer noch nicht fertig. Einen konkreten Eröffnungstermin nennt der Betreiber die Ditib-Gemeinde ebenfalls nicht, wohl um den Termin nicht erneut nach hinten verschieben zu müssen. Vielleicht können sich die muslimischen Gemeinden sich ja doch vorstellen, übergangsweise das Gebäude wenigstens zur Unterbringung z.B. von syrischen Flüchtlinge zu öffnen?
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