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(ots) Nahezu die gesamten Ersparnisse einer 85 Jahre alten Frau aus Köln-Gremberghoven haben falsche Polizisten im Zeitraum von Samstagabend bis Dienstagnachmittag (14.-17. September) erbeutet. Über einen Zeitraum von vier Tagen bauten die Betrüger über Telefon eine Lügengeschichte auf, die damit endete, dass die Seniorin zwei Mal Geld von ihrem Bankkonto abhob und an die Täter übergab. Am Samstagabend erhielt die Seniorin gegen 19.40 Uhr den ersten Anruf vom angeblichen Kripobeamten "Karsten Richter". Nach einem Raubüberfall in der Nachbarschaft der älteren Frau habe man bei zwei festgenommenen Tätern einen Notizzettel mit ihrer Adresse und den Stichwörtern "viel Schmuck und Geld" gefunden. Er erwähnte sogar den richtigen Betrag auf ihrem Bankkonto und kündigte seinen Folgeanruf an. Am Montag (16. September) meldete sich der Beamte "Richter" erneut und forderte die 85-Jährige auf, ihre gesamten Ersparnisse vom Bankkonto abzuheben. Als die Seniorin misstrauisch wurde, forderte er sie auf, die "110" wählen. Am anderen Ende der Leitung meldete sich der falsche Polizist "Richter". Überzeugt, es mit der richtigen Polizei zu tun zu haben, machte sich die Seniorin auf den Weg zur Bank. Wieder zu Hause, rief "Richter" wieder an und kündigte seinen zivil-gekleideten Kollegen an, der das Geld mit den dazugehörigen Kontoauszügen zur Sicherstellung abholen würde. Kurze Zeit später klingelte es, die Frau forderte das zuvor von ihr festgelegte Codewort "Riccarda" und fragte sicherheitshalber nach dem Dienstausweis des Mannes. Als er ihr sagte, er habe diesen im Auto, ließ sie ihn in die Wohnung und übergab ihm das Geld, nachdem er eine selbstgeschriebene Quittung unterschrieben hatte. Als der Mann gegangen war, klingelte das Telefon wieder: Diesmal erklärte eine fremde Stimme dürfe mit niemandem darüber sprechen, sonst würde sie die Ermittlungen gefährden. Am Dienstagmorgen rief "Richter" mit der Nachricht an, man habe dank der Hilfe der Seniorin nun noch zwei Täter festgenommen - einer sei aber noch auf der Flucht. Die Staatsanwaltschaft habe angeordnet, zu ihrer Sicherheit auch den Rest des Geldes auf ihrem Konto gegen den Zugriff des Flüchtigen zu sichern. Die Seniorin hob nun auch das restliche Bargeld ab und übergab es - wie am Vortag - nach der Nennung des Passwortes "Dienstag" an einen anderen angeblichen Polizisten. Auch der hatte seinen Dienstausweis im Auto vergessen. Erst als sie keinen Anruf mehr erhielt, rief sie die "110" an und fragte nach dem Ausgang der Ermittlungen. Dort klärte sie ein "echter" Polizist über den Betrug auf. (kw)
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(ots) Nahezu die gesamten Ersparnisse einer 85 Jahre alten Frau aus Köln-Gremberghoven haben falsche Polizisten im Zeitraum von Samstagabend bis Dienstagnachmittag (14.-17. September) erbeutet. Über einen Zeitraum von vier Tagen bauten die Betrüger über Telefon eine Lügengeschichte auf, die damit endete, dass die Seniorin zwei Mal Geld von ihrem Bankkonto abhob und an die Täter übergab. Am Samstagabend erhielt die Seniorin gegen 19.40 Uhr den ersten Anruf vom angeblichen Kripobeamten "Karsten Richter". Nach einem Raubüberfall in der Nachbarschaft der älteren Frau habe man bei zwei festgenommenen Tätern einen Notizzettel mit ihrer Adresse und den Stichwörtern "viel Schmuck und Geld" gefunden. Er erwähnte sogar den richtigen Betrag auf ihrem Bankkonto und kündigte seinen Folgeanruf an. Am Montag (16. September) meldete sich der Beamte "Richter" erneut und forderte die 85-Jährige auf, ihre gesamten Ersparnisse vom Bankkonto abzuheben. Als die Seniorin misstrauisch wurde, forderte er sie auf, die "110" wählen. Am anderen Ende der Leitung meldete sich der falsche Polizist "Richter". Überzeugt, es mit der richtigen Polizei zu tun zu haben, machte sich die Seniorin auf den Weg zur Bank. Wieder zu Hause, rief "Richter" wieder an und kündigte seinen zivil-gekleideten Kollegen an, der das Geld mit den dazugehörigen Kontoauszügen zur Sicherstellung abholen würde. Kurze Zeit später klingelte es, die Frau forderte das zuvor von ihr festgelegte Codewort "Riccarda" und fragte sicherheitshalber nach dem Dienstausweis des Mannes. Als er ihr sagte, er habe diesen im Auto, ließ sie ihn in die Wohnung und übergab ihm das Geld, nachdem er eine selbstgeschriebene Quittung unterschrieben hatte. Als der Mann gegangen war, klingelte das Telefon wieder: Diesmal erklärte eine fremde Stimme dürfe mit niemandem darüber sprechen, sonst würde sie die Ermittlungen gefährden. Am Dienstagmorgen rief "Richter" mit der Nachricht an, man habe dank der Hilfe der Seniorin nun noch zwei Täter festgenommen - einer sei aber noch auf der Flucht. Die Staatsanwaltschaft habe angeordnet, zu ihrer Sicherheit auch den Rest des Geldes auf ihrem Konto gegen den Zugriff des Flüchtigen zu sichern. Die Seniorin hob nun auch das restliche Bargeld ab und übergab es - wie am Vortag - nach der Nennung des Passwortes "Dienstag" an einen anderen angeblichen Polizisten. Auch der hatte seinen Dienstausweis im Auto vergessen. Erst als sie keinen Anruf mehr erhielt, rief sie die "110" an und fragte nach dem Ausgang der Ermittlungen. Dort klärte sie ein "echter" Polizist über den Betrug auf. (kw)
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