Sag uns, was los ist:

(ots) Im Kölner Stadtteil Bilderstöckchen haben zivile Beamte der Polizei Köln am Dienstagmittag (7. Januar) einen 21-jährigen Iraker festgenommen. Als sogenannter "Abholer" hatte er gerade eine Tüte mit Geld eingesammelt - im Auftrag einer aus der Türkei agierenden Betrügerbande, die als falsche Polizisten gezielt Seniorinnen und Senioren anriefen und es auf deren Geld und Schmuck abgesehen hatten. Während der 73-jährige Mann den Anweisungen der Betrügeranrufer folgte und in einer Bankfiliale war, um angeblich mehrere Tausend Euro für die falschen Polizisten abzuheben, hatte seine Ehefrau (72) in der Zwischenzeit die Polizei über den laufenden Betrugsversuch informiert. Kurz vor Mittag habe ihr Mann einen Anruf des falschen Polizisten "Richter" von der Kriminalpolizei erhalten. Dieser gaukelte dem Senior vor, bei einem Einbruch in der näheren Umgebung sei eine Liste mit dem Namen des 73-Jährigen gefunden worden. Zum Schutz vor einem vermutlich bevorstehenden Einbruch bei dem Senior müsse sein Geld sichergestellt werden. Er forderte den älteren Mann auf, seine Ersparnisse von dem Bankkonto abzuheben. Nach Abhebung des Geldes sollte er fünf Seriennummern der Geldscheine zwecks Überprüfung auf Falschgeld durchgeben. Kurze Zeit später teilte der angebliche Polizist dem Senior mit, die Bankmitarbeiterin hätte dem Mann Falschgeld ausgezahlt und es müsste zwecks Feststellung von Fingerabdrücken sichergestellt werden. Dafür würde ein Kollege zur Abholung kommen, nachdem der 73-Jährige es in einer Tüte verstaut vor der Haustür abgelegt hatte. Der Senior stimmte dem zu. Was der Betrüger nicht wusste: Gleich zu Beginn des Anrufs witterte der Senior den Betrugsversuch und spielte "das Spielchen" ganz bewusst mit. Auf die Frage nach seinem Familienstand antwortete er, er sei verwitwet. In Wirklichkeit saß seine Frau gleich neben ihm. Und in der Bankfiliale, zu der er sich begeben hatte, um angeblich Geld abzuheben, war er gar kein Kunde. Während er bei der Bank war, verständigte seine Frau die echte Polizei, die sich sofort auf den Weg machte. Ein Team von Beamten wartete im Haus bei dem Seniorenehepaar, ein weiteres hatte sich nahe des Wohnhauses positioniert und stieß gleich kurze Zeit später auf einen Mann, der sich auffällig verhielt: Er ging an dem Haus vorbei, drehte sich daraufhin um und ging erneut an dem Haus vorbei - den Blick stets auf die Wohnungstür gerichtet. Sobald der Senior das vermeintliche Geld - es waren ausschließlich Papierschnipsel - vor der Haustür abgelegt und die Tür hinter sich geschlossen hatte, kam der junge Mann zurück und griff nach der Tüte. In dem Moment schnappten die Beamten zu. Der 21-Jährige wurde vorläufig festgenommen. (kw) Rückfragen von Medienvertretern bitte an: Polizeipräsidium Köln Pressestelle Walter-Pauli-Ring 2-6 51103 Köln Telefon: 0221/229 5555 e-Mail: pressestelle.koeln(at)polizei.nrw.de https://koeln.polizei.nrw Weiteres Material: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/4486954 OTS: Polizei Köln Original-Content von: Polizei Köln, übermittelt durch news aktuell
mehr 
(ots) Über 60 Mal haben falsche Polizisten Kölner Bürgerinnen und Bürger am Sonntag (5. Januar) angerufen, um mit Lügengeschichten an Geld und Schmuck der Menschen zu gelangen. In Köln-Zollstock erbeuteten die Betrüger so einen fünfstelligen Geldbetrag einer 82-jährigen Frau. Gegen 22.15 Uhr erhielt die Seniorin am Sonntagabend einen Anruf eines falschen Polizisten. Er erzählte der Frau, dass Ermittlungen darauf schließen ließen, dass in naher Zukunft bei der Frau eingebrochen werden könnte und er das Hab und Gut der älteren Dame sichern wolle. Als die Frau nicht sofort einwilligte und von sich aus die nötige Auskunft über ihre Vermögensverhältnisse herausgab, bohrte er weiter, bis die 82-Jährige zugab: "Meine Briefmarken und der Schmuck sind nichts wert, aber ich verstecke Bargeld zu Hause." Dieses sollte sie in einem Briefumschlag in einen Bauschutt-Container auf dem Parkplatz vor dem Haus legen und zu Hause auf einen erneuten Anruf des Mannes warten. Nachdem die 82-jährige Frau die Anweisungen des Anrufers befolgt hatte, rief er tatsächlich an: das Geld sei bereits abgeholt worden und er würde es ihr am Folgetag zurückbringen. Als das nicht passierte, rief die ältere Dame schließlich bei der Polizei Köln an, die sie über den erfolgten Betrug aufklärte. Immer wieder warnt die Polizei Köln Bürgerinnen und Bürger vor Anrufen falscher Polizisten. Daran erkennen Sie Betrügeranrufe: - Sie sollen am Telefon Auskunft über Ihre Ersparnisse erteilen. Die "echte" Polizei wird sie nie nach Ihren Vermögensverhältnissen fragen, - Sie werden zur Herausgabe Ihres Geldes, Ihres Schmucks oder weiterer Wertgegenstände aufgefordert. - Sie sollen Ihrem Umfeld nichts von den Anrufen erzählen, - Sie werden mit "110" im Display angerufen. Die "echte" Polizei ruft nie mit "110" an! Das sollten Sie tun: - Sobald Sie nach Geld, Schmuck und weiteren Ersparnissen gefragt werden: Direkt auflegen! - Schämen Sie sich nicht: Melden Sie derlei Anrufe umgehend der Polizei und erzählen Sie Ihren Nachbarn, Kindern, Bekannten und Freunden von derlei Anrufen. So schützen Sie sich und andere. (kw) Rückfragen von Medienvertretern bitte an: Polizeipräsidium Köln Pressestelle Walter-Pauli-Ring 2-6 51103 Köln Telefon: 0221/229 5555 e-Mail: pressestelle.koeln(at)polizei.nrw.de https://koeln.polizei.nrw Weiteres Material: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/4484735 OTS: Polizei Köln Original-Content von: Polizei Köln, übermittelt durch news aktuell
mehr