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Neue Bleibe für historische Fotos der Koelnmesse

Auf einen Schlag versechsfacht das Rheinische Bildarchiv seinen Umfang. Alle analogen Fotografien der Koelnmesse – mehr als vier Millionen Negative – gehen in den Bestand der städtischen Einrichtung über. „Wir geben unsere historischen Bilder in professionelle Hände, um ihren Erhalt langfristig zu sichern“, erklärt Guido Gudat, Leiter der Unternehmenskommunikation der Koelnmesse.

Die Sammlung dokumentiert die Kölner Messegeschichte seit 1954 lückenlos. Hinzu kommt ein kleiner Bestand von Glasnegativen mit Fotos aus den 1920er und 30er Jahren. Das Rheinische Bildarchiv lagert die historischen Aufnahmen unter optimalen Bedingungen und macht sie nach und nach der Öffentlichkeit zugänglich.

Von der Zusammenarbeit profitieren beide Seiten: „Die Fotodokumente der Koelnmesse ergänzen unsere bisherigen Schwerpunkte Kunst und Architektur um einen neues Thema: die fotografische Dokumentation des Kölner Handelsgeschehens im Kulturbereich und darüber hinaus“, so Dr. Johanna Gummlich-Wagner, Leiterin des Rheinischen Bildarchivs. Der Gesamtbestand der städtischen Einrichtung wächst durch die Fotos der Koelnmesse von bisher rund 860.000 auf etwa 5.160.000 Aufnahmen an.

Neben sämtlichen Kölner Messeveranstaltungen zeigen die historischen Bilder auch Luftaufnahmen des Messegeländes, Kölner Stadtansichten und frühe Auslandsreisen von Kölner Politikern und Unternehmen. Um die Fotos der Öffentlichkeit zum Beispiel für Publikationen, Ausstellungen oder wissenschaftliche Arbeiten zugänglich zu machen, digitalisiert das Bildarchiv nach und nach alle Kontaktbögen der Negative und nimmt sie in seine Datenbank auf. Nutzer haben dann die Möglichkeit, analoge Abzüge oder digitale Reproduktionen der Koelnmesse-Bilder zu bestellen.

Das Rheinische Bildarchiv sorgt für den langfristigen Erhalt der historischen Fotografien.

Es bringt sie in einem klimatisierten Magazinraum unter, den es für das Koelnmesse-Archiv vergrößert hat. Darüber hinaus friert es 80 Ordner mit weniger gut erhaltenen Bildern mit einem speziellen Verfahren ein, um den derzeitigen Zustand zu sichern.

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Veröffentlicht
22. Mai 2013, 10:16
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