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Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wuppertal und Bundespolizei Köln gegen irakischen Schleuserring

(ots) -

Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Wuppertal

zu den Ermittlungen gegen mutmaßliche Mitglieder eines irakischen

Schleuserrings (Ermittlungsverfahren Bagdad II)

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat Durchsuchungsbeschlüsse und

Haftbefehle gegen vier mutmaßliche Mitglieder eines aus irakischen

Staatsangehörigen bestehenden Schleuserrings erwirkt und vollstreckt.

Am 17.11.2009 hat die Bundespolizei Köln im Auftrag der hiesigen

Staatsanwaltschaft den großangelegten Einsatz gegen die

Tatverdächtigen durchgeführt, gegen die der Verdacht besteht, als

Mitglieder einer international tätigen Schleuserorganisation hunderte

irakische Staatsangehörige nach Europa eingeschleust zu haben. Die zu

schleusenden Personen wurden vor allem auf dem Landweg über die

Türkei nach Griechenland verbracht, von wo aus die Reise mittels der

verkehrenden Fähren nach Italien und von dort weiter nach Nordeuropa

fortgesetzt wurde. Bei dem Einsatz konnten die Beschuldigten

verhaftet werden, von denen 3 in Wuppertal (28, 31 und 33 Jahre alt)

und einer in Overath (25 Jahre alt) wohnhaft ist.

Gegen diese Personen besteht der Verdacht, die Schleusungen

organisiert und hier weitere Personen als Schleuser angeworben zu

haben, die illegal eingereiste Personen in Griechenland abholten.

Zudem sollen die Beschuldigten erhebliche Mengen an Marihuana nach

Deutschland eingeschmuggelt haben. Bei der Durchsuchung der Wohnungen

der Beschuldigten und weiterer Räumlichkeiten konnte umfangreiches

Beweismaterial wie schriftliche Aufzeichnungen und Computer

aufgefunden werden, deren Auswertung derzeit erfolgt. Das Amtsgericht

Wuppertal hat die gegen die Beschuldigten ergangenen Haftbefehle am

gestrigen Tage verkündet, die anschließend in Justizvollzugsanstalten

verbracht wurden. Den Beschuldigten drohen wegen der zu ermittelnden

Taten langjährige Freiheitsstrafen. Die ihnen vorgeworfenen

Schleusungen sind mit Freiheitsstrafen von einem bis zu zehn Jahren

(§ 97 Abs. 2 AufenthaltsG) bedroht. Die gesetzliche Strafandrohung

für die Drogeneinfuhr liegt bei Freiheitsstrafen von zwei bis 15

Jahren (§ 30 Abs. 1 Nr. 4 BtMG).

Die umfangreichen Ermittlungen dauern an. Mit Rücksicht auf noch

ausstehende strafprozessuale Maßnahmen können weitere Auskünfte zu

diesem Verfahren derzeit nicht erteilt werden.

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Veröffentlicht
19. November 2009, 13:41
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