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111018-2-K Großeinsatz von Staatsanwaltschaft und Polizei Köln gegen rumänisch

(ots) - Polizei und Staatsanwaltschaft geben bekannt:

Heute (18. Oktober) haben Beamte des Kriminalkommissariates 25 mit Unterstützung von Kräften der Einsatzhundertschaft im Stadtgebiet Köln drei Wohnhäuser und einen Schrottplatz durchsucht. Ingesamt konnten heute zwei Haftbefehle vollstreckt und Beweismaterial sichergestellt werden. Bereits gestern wurden mehrere Verdächtige festgenommen.

Seit einigen Monaten ermittelt die Ermittlungsgruppe "Ara" unter der Führung der Abteilung zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität der Staatsanwaltschaft Köln gegen eine vornehmlich aus rumänischen Staatsangehörigen bestehende Tätergruppe, die in Verdacht steht Einbruchsdiebstähle begangen und dabei wertvolles Kupfer und sonstiges Edelmetall erbeutet zu haben. Die Tatorte lagen im gesamten Bundesgebiet - von Kaufbeuren bis Bremen. Bei den Taten waren bis zu 20 Personen gemeinsam aktiv. Bei den Drahtziehern handelt es sich drei Brüder im Alter von 25 bis 37 Jahren, allesamt rumänische Staatsbürger, die in Köln Kalk wohnen und von hier aus agierten. Ebenfalls an mehreren Taten beteiligt war der 58-jährige Vater.

Zu Hilfe kam den Ermittlern gestern (17. Oktober) ein aufmerksamer Bürger, dem in den frühen Morgenstunden auf der Gummersbacher Straße ein offensichtlich überladener Klein-LKW einer Autovermietung aufgefallen war und der daraufhin die Polizei verständigt hatte. Die Beamten stellten schnell fest, dass es sich bei dem Anmieter um einen der bereits im Focus der Ermittler befindlichen Männer handelt und legten sich auf die Lauer. Nach kurzer Zeit beobachteten sie mehrere Personen, die mit dem LKW und einem Begleitfahrzeug in Richtung eines Schrotthandels in Gremberg fuhren. Dort wurden die Fahrzeuge und Personen kontrolliert. Auf der Ladefläche befanden sich große Mengen Edelmetall - wie zwischenzeitlich festgestellt werden konnte, die Beute eines Einbruchs aus der vorausgegangenen Nacht von Sonntag auf Montag in Lustadt / Pfalz. Sechs Männer wurden daraufhin festgenommen, zwei Tätern gelang die Flucht.

Ziele der Bande waren jeweils Firmen, bei denen große Mengen Kupfer oder ähnliches gelagert war. So zum Bespiel Zulieferfirmen oder Verwertungsfirmen. Aber auch vor Leitungen der Deutschen Bahn AG wurde nicht Halt gemacht. In Einzelfällen betrug das Gewicht der Beute mehrere Tonnen. Zum Beladen wurden teilweise vor Ort vorgefundene Gerätschaften wie Gabelstapler benutzt. Zum Abtransport nutzten die Täter zuvor angemietete Klein-LKW.

Die geschätzte Beutesumme beträgt nach dem aktuellen Stand circa 600.000 Euro. Der Schrotthändler in Köln Gremberg steht in Verdacht, der Abnehmer der Beute gewesen zu sein. Er bekam heute nicht nur Besuch von der Polizei, sondern auch von der Steuerfahndung.

Lediglich einige wenige der Tatverdächtigen sind tatsächlich an den Anschriften wohnhaft, unten denen sie auch gemeldet sind. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um Scheinadressen.

Von den insgesamt acht Festgenommenen gingen sieben in Haft, einer wurde entlassen. Die Ermittlungen dauern an, die Täter haben mit empfindlichen Haftstrafen zu rechnen. (af)

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18. Oktober 2011, 10:05
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