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Puttgarden: Bundespolizei findet Rauschgift und erkennt in mehreren Fällen Urkundenfälschung

(ots) - 250 kg KHAT in Pkw gefunden, außerdem vier Personen

die Weiterreise untersagt.

Ereignisreicher Dienstag bei der Bundespolizei im Fährhafen. Am

frühen Morgen wurde durch Bundespolizisten ein Pkw mit

niederländischen Kennzeichen kontrolliert, der zur Fähre nach

Dänemark wollte. Der Fahrer, ein 49 Jahre alter türkischer

Staatsangehöriger, wurde bei der Kontrolle sichtlich unruhig, deshalb

entschlossen sich die Beamten dazu, sich den Innenraum des Pkw

genauer anzuschauen. Dort fanden sie fünf große Kartons, deren Inhalt

gemäß Frachtschein mit "Drogenblumen" bezeichnet wurde. Bei einer

Nachschau in den Kartons stellte sich heraus, dass es sich um 250 kg

der Kau-Droge KHAT mit einem derzeitigen Marktwert von ca. 3000 Euro

handelte. Der Fahrer und sein Fahrzeug wurden zuständigkeitshalber an

den Zoll übergeben, die Ermittlungen der Zollfahndung dauern an.

Kurze Zeit später wurde ein Reisebus kontrolliert, ebenfalls mit

Fahrtziel Dänemark. Im Bus befanden sich u.a. zwei Personen, die sich

als Ehepaar ausgaben und mit einem sudanesischen Reisepass auswiesen.

Die Bundespolizisten erkannten Unregelmäßigkeiten im angebrachten

Visum und nahmen das Ehepaar deshalb zu einer genaueren Überprüfung

der Papiere mit in die Diensträume. Es stellte sich heraus, dass das

Visum gefälscht, der Reisepass unrechtmäßig erworben und die Beiden

überhaupt nicht miteinander verheiratet waren. Es handelte sich um

eine 25-jährige Frau und einen 30-jährigen Mann aus Eritrea. Im

Verlauf der weiteren Ermittlungen brachten sie ein Schutzersuchen vor

und wurden in eine Erstaufnahmeeinrichtung weitergeleitet. Weiterhin

wurde in dem Bus ein Mann kontrolliert, der sich mit einer

bulgarischen Identitätskarte auswies. Auch hier erkannten die Beamten

Unregelmäßigkeiten und in den Diensträumen stellte sich bei

eingehender Betrachtung heraus, dass die ID-Karte verfälscht worden

war. Die Ermittlungen ergaben, dass es sich um einen28-jährigen

Russen handelt, der bereits vor vier Jahren einen Asylantrag in

Schweden gestellt hatte. Auf richterlichen Beschluss wurde der Mann

in Haft genommen.

Gestern Nachmittag kontrollierten Bundespolizisten dann im

Einreisezug aus Dänemark einen jungen Mann, der angab, keinerlei

Ausweispapiere bei sich zu haben. Sie nahmen ihn mit in die

Dienststelle der Bundespolizei, durchsuchten ihn und das mitgeführte

Gepäck und fanden dabei eine schwedische Aufenthaltsbescheinigung und

weitere schwedische Unterlagen. Es stellte sich heraus, dass es sich

um einen 21 Jahre alten Mann handelt, der aus dem Irak stammt.

Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an.

(Der Meldung ist ein Foto der Kau-Droge beigefügt)

Ort
Veröffentlicht
24. Februar 2010, 12:18
Autor
Rautenberg Media Redaktion