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Kassel: Zwei Drogentaten geklärt: Erst ging fast 500 Gramm Betäubungsmittel allein auf Reisen, dann wurde zufällig eine Cannabiszucht entdeckt

(ots) - Am gestrigen Donnerstag gelang Beamten des für

Drogendelikte zuständigen Kommissariats K 34 der Kasseler Kripo die

Aufklärung von zwei nicht geringfügigen Drogendelikten. Am gestrigen

Mittag wurden zunächst etwa 430 g Betäubungsmittel von der Kasseler

Kripo sichergestellt. Diese waren in einer Sporttasche deponiert und

sollten von einem Mietwagen unbegleitet nach Frankfurt gebracht

werden. Am Nachmittag, im Zuge der Wohnungsdurchsuchung beim Absender

dieser Fracht, wurde im selben Haus in einer anderen Wohnung eine

Cannabisplantage entdeckt und sichergestellt.

Den Angaben der Ermittler des K 34 zu Folge, meldete sich am

gestrigen Donnerstagmittag ein Mietwagenfahrer bei der Kasseler

Polizei. Er gab an, einen Fahrauftrag aus der Kasseler Nordstadt

bekommen zu haben, lediglich eine Sporttasche nach Frankfurt zu

transportieren. Nachdem der Fahrer erst wenige Kilometer unterwegs

war, wurde er skeptisch und überprüfte die herrenlose Fracht. Der

Fahrer staunte nicht schlecht, als er zwischen Zeitungspapier die mit

Pulver gefüllten Päckchen fand. Der Verdacht des unfreiwilligen

Transporteurs bestätigte sich bei der Kripo, die den Stoff als 400 g

Haschisch und 30 g Amphetamin identifizierte. Der

Gesamtstraßenverkaufswert beläuft sich nach Schätzung der Beamten auf

etwa 4.500 Euro.

Nach Ermittlung des Absenders, einem 31-Jährigen aus der Kasseler

Nordstadt, wurde mit einem Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts

Kassel dessen Wohnung aufgesucht.

Auf dem Weg zur Wohnung stellten die mit der Durchsuchung

beauftragten Kripobeamten des Rauschgiftkommissariats an einer

anderen Wohnungstür des Mehrfamilienwohnhauses Aufbruchspuren fest.

Bei der genaueren Nachschau bemerkten sie, dass die Wohnungstür offen

stand. Die weitere Ermittlung im Hinblick auf einen Wohnungseinbruch

ergab eine ganz andere Straftat. Der 33-jährige Bewohner hatte eine

sogenannte Cannabis - Indoorplantage in seiner Wohnung betrieben. Der

Zufallsfund von 25 Pflanzen, deren Ernte etwa 600 g Marihuana

gebracht hätte, wurde sichergestellt. Der 33-Jährige muss sich nun

wegen dem Anbau von Cannabis in einer nicht geringen Menge

verantworten. Nach § 29 a Betäubungsmittelgesetz (BtMG) wird mit

Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft, wer Betäubungsmittel

in nicht geringer Menge herstellt. In minder schweren Fällen ist die

Freiheitsstrafe von drei bis zu fünf Monaten.

Der 31-Jährige, der die Sporttasche mit den Betäubungsmitteln in

nicht geringer Menge auf die Reise nach Frankfurt schickte, muss sich

ebenfalls wegen dem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz

verantworten. Auch bei dieser Tat richtet sich das Strafmaß nach §

29 a BtMG. Neben den 430 g Drogen in der Sporttasche fanden die

Beamten bei der Wohnungsdurchsuchung weitere 50 g Amphetamin.

Die weiteren Ermittlungen gegen die 31 und 33 Jahre alten Männer,

die bereits in der Vergangenheit wegen gleicher und anderer

Drogendelikte polizeilich in Erscheinung getreten waren, werden beim

Kommissariat K 34 der Kasseler Kripo geführt.

Torsten Werner

Polizeioberkommissar 0561 / 910 - 1021

Ort
Veröffentlicht
17. Dezember 2010, 11:54
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