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Kassel: Festnahme nach Taxi-Lockanruf (Folgemeldung 1) Tatverdacht in mindestens drei Fällen; Staatsanwaltschaft beantragt Untersuchungshaft.

(ots) - (beachten Sie bitte auch unsere Erstmeldung von

heute früh, 8:53 Uhr, mit dem Titel: "Kassel: Festnahme nach

Taxi-Lockanruf; 30-Jähriger nach kurzer Flucht von Polizei gestellt")

Der 30 Jahre alte Frankfurter, der gestern Abend nach einem

Pkw-Aufbruch von der Kasseler Polizei im Stadtteil Niederzwehren

festgenommen werden konnte, wird heute Nachmittag auf Antrag der

Kasseler Staatsanwaltschaft dem Haftrichter beim Amtsgericht in

Kassel vorgeführt. Der 30-Jähgrige ist dringend verdächtig, in

mindestens drei Fällen in Kassel nach sogenannten Taxi-Lockanrufen

die Fahrzeugscheiben der Mietwagen eingeschlagen und die Geldbörsen

der Fahrer gestohlen zu haben. Neben dem aktuellen Fall in der Straße

"Im Windenfeld" in Niederzwehren am Sonntagabend soll auch eine

zweite Tat gleichen Musters nur etwa eine halbe Stunde zuvor gegen

21:45 Uhr in der Meißnerstraße im Stadtteil Helleböhn auf sein Konto

gehen. Hier war ein 55 Jahre alter Taxifahrer aus Kassel für eine

Fahrt zur Anschrift Meißnerstraße 61 gerufen worden. Da die Anschrift

nur zu Fuß zu erreichen war, hatte der Taxifahrer sein Fahrzeug

verlassen und war zur angegebenen Anschrift gegangen. Diesen Moment

hatte der Täter genutzt, eine Scheibe an dem Taxi eingeschlagen und

den Geldbeutel mit rund 80,- Euro gestohlen. Eine dritte Tat mit

ähnlichem Ablauf hatte sich bereits am Freitag, 22. Januar ereignet.

Hier war um 20:30 Uhr ein Mietwagen zur Anschrift Meißnerstraße 51

beordert worden. Wie sich herausstellte, war auch das ein fingierter

Auftrag. Als der Fahrer außer Sichtweite war, wurde sein Fahrzeug

aufgebrochen. Beute hier: eine Geldbörse mit rund 150,- Euro. Am 15.

Mai 2009 war der 30-Jährige auch an seinem Wohnort Frankfurt von der

Polizei auf frischer Tat nach einem Taxi-Lockruf festgenommen worden.

Bislang vier Tatverdächtige geschnappt:

29 Taten gleichen Musters in den letzten dreizehn Monaten

29 Taten, die nach etwa gleichem Modus Operandi ausgeführt wurden,

registrierte die Polizei seit Januar 2009 bis heute in der Stadt

Kassel und in unmittelbar angrenzenden Gemeinden im Landkreis Kassel.

Für die bislang längste Serie dieser Art hatte von Januar bis Mai

2009 ein 19-Jähriger aus Kassel gesorgt. Insgesamt 17 Pkw-Aufbrüche

nach Lockanrufen waren dem jungen Mann zuzuordnen. Bei seiner letzten

Tat am 22. Mai schnappten ihn Polizeibeamte auf frischer Tat. Zwei 18

und 16 Jahre alte Tatverdächtige aus Fuldatal konnten am 15. Dezember

dingfest gemacht werden. Auch sie hatten mit der gleichen Masche

Taxi- und Mietwagenfahrer an fingierte Adressen bestellt, sie vom

Auto weggehen lassen und dann die Autoscheiben eingeschlagen. In

diesem Fall war ein Kollege des bestellten Mietwagens stutzig

geworden, hatte seinen Kollegen gewarnt und war mit seinem Fahrzeug

mitgefahren. Gemeinsam stellten sie die Verdächtigen und übergaben

sie der Polizei.

Sobald neue Erkenntnisse in dem aktuellen Fall vorliegen,

berichten wir nach.

Wolfgang Jungnitsch

Kriminalrat

0561 / 910 - 1008

Ort
Veröffentlicht
01. Februar 2010, 14:32
Autor
Rautenberg Media Redaktion