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Kassel: Versuchter Raubüberfall im Treppenhaus: Täter setzte Reizgas ein und verletzte seine Opfer an den Augen

(ots) - Bei einem versuchten Raubüberfall im Treppenhaus eines Mehrfamilienwohnhauses am Steinweg in Kassel wurden am Montagabend eine 51 Jahre alte Frau und ihre 7-jährige Enkelin durch Reizgas an den Augen verletzt. Der Rettungsdienst brachte beide Opfer zur ambulanten Versorgung in ein Kasseler Krankenhaus. Die 51-Jährige und ihre Enkeltochter waren gegen 19:30 Uhr von Einkäufen in der Stadt zum Wohnhaus im Steinweg zurück gekehrt. Beim Betreten des Hauses, so die Opfer später bei der Befragung gegenüber den Beamten des Reviers Kassel-Mitte und des Kriminaldauerdienstes der Kasseler Kripo, sei ein unbekannter Mann an ihnen vorbei in den Hausflur gelaufen. Auf dem nächsten Treppenabsatz habe der sich dann plötzlich nach ihnen umgedreht, eine Spraydose aus der Jacke geholt und sowohl der Frau als auch anschließend das Kind mit einem Sprühstoß Pfefferspray ins Gesicht attackiert. Dann habe er in die Tasche der 51-Jährigen gegriffen, dabei das Portmonee aber nicht zu fassen bekommen.

Flucht ohne Beute

Nach dem vergeblichen Versuch rannte er ohne Beute auf die Straße zurück. In diesem Moment auf dem Bürgersteig des Steinwegs gehende Zeugen wurden zwar durch laute Stimmen aus dem Haus auf die Situation aufmerksam, interpretierten diese aber zunächst nicht als Hilferufe. Wie sie später in der Befragung durch die Polizei angaben, sahen sie anschließend den mutmaßlichen Täter in Richtung "Graben" weglaufen und kümmerten sich um die Opfer. Nach Angaben der Überfallenen als auch der Zeugen soll der Täter etwa 40 bis 50 Jahre alt und etwa 1,75 bis 1,80m groß gewesen sein. Er habe eine normale bis leicht kräftige Figur und graue, ganz kurze Haare und eine niedrige Stirn gehabt. Bei der Tat trug er eine schwarze Jacke und eine dunkelblaue Jeans. Auffällig sei außerdem eine quer über dem Körper getragene Umhängetasche bei ihm gewesen. Die weiteren Ermittlungen führt das für Raubdelikte zuständige Kommissariat 35 der Kasseler Kripo. Mögliche Zeugen richten ihre Hinweise bitte an das Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel, Tel.: 0561 - 9100.

Wolfgang Jungnitsch Kriminaloberrat Tel.: 0561 / 910 - 1008

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Veröffentlicht
08. Oktober 2013, 08:27
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