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(ots) /- Ein Unbekannter soll am gestrigen Donnerstagmittag im Kasseler Stadtteil Rothenditmold ein zehn Jahre altes Mädchen belästigt und auch unsittlich berührt haben. Die Kasseler Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf ein Sexualdelikt und bittet um Hinweise auf den mutmaßlichen Täter. Wie das Mädchen gestern Nachmittag bei ihrer Anhörung im Beisein von Angehörigen gegenüber Beamten der Kasseler Kriminalpolizei angab, sei es gegen 12:40 Uhr zu dem Vorfall gekommen. Sie sei auf der Gelnhäuser Straße in Richtung des Rothenbergs zu Fuß unterwegs gewesen. Dabei sei hinter ihr der Mann in die gleiche Richtung gegangen. Als sie auf dem Weg zur Marburger Straße eine Abkürzung über das Grundstück einer Kirchengemeinde nahm, habe sie der Mann angesprochen und im weiteren Verlauf unsittlich berührt. Sie sei dann sofort zurück in Richtung Gelnhäuser Straße gerannt. Der Unbekannte habe sie nicht verfolgt und soll in Richtung Döllbachaue weggelaufen sein. Der Mann soll 20 bis 30 Jahre alt sein, eine normale Statur, einen dunklen Teint, dunkle Augen, schwarze Haare mit einem Seitenscheitel und einen kleinen Oberlippenbart haben. Bekleidet war er mit einem blauen Pulli mit roten Streifen, einer engeren dunklen Hose und schwarzen Turnschuhen. Er hatte ein Handy dabei, mit dem er telefonierte und in gebrochenem Deutsch mit ausländischem Akzent sowie tiefer Stimme sprach. Er soll darüber hinaus einen insgesamt merkwürdigen Eindruck, möglicherweise aufgrund einer Behinderung, gemacht haben. Zeugen, die den mit dem Fall betrauten Ermittlern des Kommissariats 12 der Kasseler Kripo Hinweise auf den beschriebenen Mann geben können, melden sich bitte unter Tel. 0561 - 9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen. Matthias Mänz Pressesprecher Tel. 0561 - 910 1021
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(ots) /- Am gestrigen Donnerstag beteiligte sich auch das Polizeipräsidium Nordhessen an der länderübergreifenden Verkehrssicherheitsaktion "Focus on the Road" mit dem Schwerpunkt Ablenkung. Zwischen 6 Uhr und 22 Uhr richteten Beamte der Direktionen Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra Meißner in ihren jeweiligen Landkreisen und die Direktion Verkehrssicherheit/Sonderdienste Kontrollstellen ein, um die Verkehrsteilnehmer auf die Gefahren im Straßenverkehr hinzuweisen. An insgesamt 156 Kontrollstellen über den Tag verteilt stoppten knapp 120 Beamte des Polizeipräsidiums Nordhessen knapp 1.500 Fahrzeuge. Darunter gut 1.400 PKW, über 50 LKW und rund 20 Fahrradfahrer. An den Kontrollstellen stellten die Beamten rund 270 Verstöße fest. Allein in 50 Fällen nutzten die Verkehrsteilnehmer verbotswidrig ein Mobilfunktelefon. Sie müssen nun mit einem Bußgeld in Höhe von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. In den allermeisten Fällen (über 200) gab es andere verkehrsrechtliche Beanstandungen der Beamten. Nicht angelegte Sicherheitsgurte bildeten dabei den Löwenanteil der Verstöße. Aber auch auf defekte Beleuchtungseinrichtungen und fehlende Unfallhilfemittel wie Verbandskästen und Warndreiecke machten die Beamten aufmerksam. Die eingesetzten Beamten machten die Verkehrsteilnehmer insbesondere darauf aufmerksam, wie sich Ablenkung auf die Risikoerhöhung auswirkt: - Ablenkung am Steuer verringert die Aufmerksamkeit auf das Verkehrsgeschehen und verlängert die Reaktionszeiten. - Die Nutzung von Kommunikationsmitteln während der Fahrt erhöht das Unfallrisiko um mindestens das Vierfache. - Die Erhöhung des Unfallrisikos gilt für Fahranfänger und erfahrene Autofahrer in gleichem Maße. - Telefonieren und das Texten während der Fahrt ist genauso gefährlich wie das Fahren mit 0,8 - 1 Promille Blutalkohol. - Mehr als die Hälfte der Verkehrsunfälle steht im Zusammenhang mit Ablenkung. - Die Nutzung eines Smartphones führte 164mal häufiger zu einem Unfall im Vergleich zu Kontrollsituationen ohne deren Nutzung. - Alle Tätigkeiten, die physisch, psychisch oder emotional ablenken, führen zu Verkehrsunfällen - auch bei Radfahrern und Fußgängern. Hintergrund der Aktion "Focus on the Road" mit dem Thema Ablenkung sind: - Etwa die Hälfte aller Autofahrer benutzt das Mobiltelefon während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung. - Durchschnittlich jeder sechste Autofahrer verfasst Textnachrichten während der Fahrt, jüngere Fahrer noch häufiger. - Durchschnittlich jeder vierte Fahrer bedient sein Navigationsgerät während der Fahrt. Zusatzinfos: Ablenkung im Straßenverkehr Täglich ist es zu beobachten: Ob Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer - sie beschäftigen sich nicht permanent mit dem Verkehrsgeschehen, sondern widmen ihre Aufmerksamkeit während ihres Weges anderen Dingen und gehen damit ein unterschätztes Risiko ein. Im alltäglichen Straßenverkehr tauchen sie häufig auf: Autofahrer, die während der Fahrt telefonieren, ihr Navigationsgerät bedienen oder im Handschuhfach kramen. Radfahrer, die mit lauter Musik auf den Ohren unterwegs sind und Fußgänger, die wie gebannt auf ihr Handy starren. Ablenkung gilt als eine der häufigsten Unfallursachen. Ein einfaches Rechenbeispiel zeigt, dass nur wenige unkonzentrierte Augenblicke fatale Folgen haben können: Ist ein Pkw-Fahrer bei Tempo 50 nur für eine Sekunde abgelenkt, fährt er 14 Meter im "Blindflug". Bei einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern beträgt die "blinde Strecke" bereits 22 Meter. Mythos Multitasking Mehrere Tätigkeiten gleichzeitig ausführen und dabei voll konzentriert zu sein, ist für das menschliche Gehirn nicht umsetzbar. Zahlreiche Studien kommen zum selben Ergebnis: Multitasking ist ein Mythos, denn der Mensch kann Entscheidungen nur nacheinander treffen. Gerade im Straßenverkehr müssen ständig und blitzschnell Entschlüsse gefasst werden. Stelle ich mich als Radfahrer noch neben das Auto, das rechts abbiegen möchte, oder bleibe ich dahinterstehen? Muss ich jetzt bremsen, weil die Ampel gerade auf Gelb springt, oder schaffe ich es noch problemlos über die Kreuzung zu fahren? Und als Fußgänger: Laufe ich einfach los oder schaue ich erst nach links und rechts auf die Fahrbahnen, um sicher zu sein, dass sie vor dem Überqueren auch frei von Fahrzeugen sind? Alle diese Handlungen, die Verkehrsteilnehmer scheinbar intuitiv und routiniert ausführen, sind in Wahrheit sekundenschnelle Entscheidungen des Gehirns. Werden sie von anderen Überlegungen unterbrochen, nimmt die Reaktionszeit ab. Vor allem bei unvorhergesehenen Ereignissen, wie einer plötzlichen Bremsung des Vordermanns oder einem abbiegenden Auto, erhöht sich die Gefahr um ein Vielfaches. Handy-Nutzung im Auto So sind Smartphones immer häufiger der Grund für Ablenkung für Autofahrer im Verkehrsgeschehen - und das, obwohl mittlerweile die Handy-Nutzung laut Straßenverkehrsordnung (StVO) mit 100 Euro und einem Punkt in Flensburg bestraft wird. Im Einzelfall sind zudem rechtliche Konsequenzen möglich. Bei einem Unfall kann die Kaskoversicherung eine Übernahme von Schäden verweigern. Fazit Egal ob im Auto, auf dem Fahrrad oder zu Fuß - Verkehrsteilnehmer sollten sich bewusst sein, dass nur wenige Sekunden Unachtsamkeit tödliche Folgen haben können. Abgelenkte Verkehrsteilnehmer setzen nicht nur die eigene Gesundheit aufs Spiel, sondern auch die ihrer Mitmenschen. Deshalb: "Finger weg vom Handy und Augen auf die Straße!", denn wir möchten, dass Sie kein Unfallopfer werden. Torsten Werner Pressesprecher Tel.: 0561 - 910 1020
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