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Aktuelles aus dem Kindergartenbereich

SPD Antrag zur Errichtung einer U3-Gruppe einstimmig angenommen

CDU und GRÜNE blockieren Ausweitung der Kita-Öffnung in Randzeiten

Erfolgreich war die SPD-Kall mit ihrem Antrag zur Einrichtung einer Gruppe für Kinder unter 3 Jahre. Hier besteht in der Gemeinde Kall eine aktuelle Unterdeckung von 16 Plätzen - Tendenz steigend. Die CDU-Sprecherin versuchte alle Hebel in Bewegung zu setzen, dass diese Kinder in die unterschiedlichen Kindergärten verteilt würden - quer durch die Gemeinde. In der Diskussion zeigte sich aber, dass dies völlig unrealistisch war. Entsprechend stimmte der Ausschuss dem Antrag der SPD einstimmig zu: „Die Verwaltung wird beauftragt so bald wie möglich mit dem Kreis Euskirchen eine Vereinbarung über die Einrichtung einer U3-Gruppe abzuschließen. Für die noch fehlenden U3-Plätze werden ab sofort Möglichkeiten in den übrigen Einrichtungen in der Kommune geschaffen.

Weniger erfolgreich waren wir mit unserem zweiten Antrag. Noch am 19. Januar 2017 hatte der Kölner Stadtanzeiger in einem ganzseitigen Artikel auf die besonderen Probleme berufstätiger Eltern hingewiesen. Gerade in den Randzeiten der Kita-Öffnungen bekämen berufstätige Eltern (und die Kinder!) Stress. Erweiterungen in den Randzeiten seien erforderlich, weil sich die Kita-Öffnungszeiten immer weniger an der Arbeitswirklichkeit der Eltern orientieren. Pendler und Schichtarbeiter sind laut Landeselternrat NRW besonders betroffen.

Entsprechend beantragte die SPD-Fraktion in der Sozialausschusssitzung am 24. Januar 2017, dass die Verwaltung so bald wie möglich mit dem Kreis Euskirchen konkrete Beratungen zur längeren Öffnungszeiten von KiTas in der Gemeinde Kall aufnehmen möge. Als Einstieg in die angebotsorientierte Betreuung außerhalb der bisherigen Öffnungszeiten schlug die SPD eine stets am Abend vorhandene Spätbetreuung in den Räumlichkeiten einer Kita durch eine Tagesmutter vor. Dies wird bereits von anderen Jugendämtern so praktiziert. Die SPD verwies auf das KitaPlus-Programm der Bundesregierung, das für diese Problemstellung eine großzügige Bezuschussung bietet.

In der Diskussion zum Antrag meinte die CDU-Sprecherin, dass ihr die „institutionalisierte Betreuung" zu viel würde. Sie monierte, dass die Bundesregierung (!) als Unterstützung für das KitaPlus-Programm zwar Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände benannt hätte, aber keinen Fachverband der Kita-Mitarbeiterinnen. Deshalb würde sie und ihre Fraktion den Antrag im Kaller Sozialausschuss ablehnen. Das taten dann auch alle Ausschussmitglieder von CDU und GRÜNE. Die Eltern schauen in die Röhre.

Die SPD wird weiter versuchen gegen eine konservative Ratsmehrheit Verbesserungen für Kinder und Familien zu erreichen.

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Veröffentlicht
10. Februar 2017, 00:00